Berneck wird bald mit regenerativer Wärme versorgt. Foto: Thomas Fritsch

Der Altensteiger Stadtteil Berneck kann in absehbarer Zeit mit regenerativer Wärme versorgt werden. Der Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung die erforderlichen Arbeiten vergeben.

Den Zuschlag beim Tief- und Rohrleitungsbau erhielt die Firma Neub aus Pfalzgrafenweiler zum Preis von 1,28 Millionen Euro. Bei der Heizungstechnik lag SHL Lehmann aus Nagold mit 158 400 Euro vorne.

 

Die Kläranlage in Altensteig produziert einen Wärmeüberschuss von mindestens 1,3 Millionen Kilowattstunden, der mit Hilfe eines Notkühlers in die Atmosphäre abgegeben wird. Überlegungen, die Abwärme für Berneck zu nutzen, führten dazu, dass die Stadtwerke mit der Ausarbeitung eines tragfähigen, betriebswirtschaftlichen Konzepts beauftragt wurden. Das Ergebnis fiel erfreulich aus.

Angebote in beiden Fällen unter der Schätzung

Der Gemeinderat fasste daraufhin am 25. Juli 2023 den Baubeschluss. Möglich wird die Umsetzung durch die Abwärme eines Blockheizkraftwerkes und von überschüssigem Klärgas. Geplant ist, mit der Baumaßnahme im Frühjahr 2025 zu beginnen und sie im Jahr 2026 abzuschließen.

Für den Tief- und Rohrleitungsbau wurden Kosten von 1,4 Millionen Euro errechnet und bei der Heizungstechnik von 215 000 Euro. Dass die eingegangenen und akzeptierten Angebote in beiden Fällen unter der Schätzung lagen, wurde im Gemeinderat mit Genugtuung aufgenommen.

Vielleicht ist das Projekt Ende 2025 abgeschlossen

Auf Anfrage von CDU-Gemeinderat Tobias Schmid nach bereits erfolgten Anschlüssen an das Wärmenetz wurde von Altensteigs Stadtwerkeleiter Günther Garbe die Zahl 30 genannt.

Weil in der Sitzungsvorlage das Ende der Bauarbeiten nur mit der Jahreszahl 2026 angegeben wurde, wollte es der Bernecker Stadtrat Fabian Müller genauer wissen. Wenn es die Wetterverhältnisse zuließen und man komplett durcharbeiten könne, wurde das für Ende 2025 in Aussicht gestellt.

Der Aufbau eines regenerativen Wärmenetzes in Berneck wurde jedenfalls von allen Gemeinderäten begrüßt.