Zu den Diskussionsbeiträgen des Stadtrats Marcus Lotzin im Altensteiger Gemeinderat meldet sich unser Leser Martin Hombach zu Wort.
Seit Längerem verfolge ich die Sitzungen des Altensteiger Gemeinderats als Zuhörer. In jeder dieser Sitzungen gibt es Wortmeldungen von Marcus Lotzin von der AfD-Fraktion, die am jeweiligen Sachthema meist meilenweit vorbeigehen. Ungefragt bekommen die Anwesenden zu hören, was alles in Stuttgart oder Berlin angeblich „nicht stimmt“.
Das ist keine Demokratie, wie Herr Lotzin meint, wenn man mit solchen Beiträgen die wertvolle Zeit der Ratskolleginnen stiehlt und damit den Ergebnisprozess ausbremst.
Bei einem bestimmten Thema kann man dafür oder dagegen sein, und man kann seine Zustimmung oder Ablehnung frei äußern und begründen,und so zum Meinungsbildungsprozess beitragen. Konstruktive Beiträge sind immer begrüßenswert.
Dienten Herrn Lotzins Beiträge anfangs noch der Belustigung der Zuhörerschaft, ist es jetzt nur noch nervig, sich das anhören zu müssen. Diese Beiträge lähmen die Demokratie und fördern die Politikverdrossenheit – wer hat denn noch Lust, für den Gemeinderat zu kandidieren, wenn er sich in jeder Sitzung so etwas anhören muss?
„Für nichts eine Alternative“
Dass Herr Lotzin als erwachsener Mensch jedes Mal vom Vorsitzenden ermahnt werden muss, ist einfach nur peinlich. Die AfD ist damit für nichts eine Alternative – für Altensteig nicht und erst recht nicht für Deutschland.
Martin Hombach, AltensteigSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.