Die Berichte zu den Jahresabschlüssen für den Eigenbetrieb Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurden beschlossen.
Kämmerer Rolf Wöhrle stellte in der jüngsten Sitzung des Alpirsbacher Gemeinderats den Bericht für den Eigenbetrieb Wasserversorgung für das Jahr 2021 vor.
Zunächst legte er die Erfolgsrechnung mit einem Gewinn von 45 557 Euro vor. Wie er weiter ausführte, hatte die Planung einen geringeren Gewinn ausgewiesen. Weiter war es nun auch möglich, eine Konzessionsabgabe in Höhe von 103 651,34 Euro an den Kernhaushalt abzuführen.
Wöhrle gab dann noch einen Überblick über den Wasserbezug von der Heimbachgruppe, dort waren es 111 000 Kubikmeter, und von der Wasserversorgung Kleine Kinzig wurden 96 000 Kubikmeter bezogen. Abgegeben wurden in diesem Jahr dann insgesamt 322 000 Kubikmeter.
Zum Wasserpreis führte der Kämmerer aus, dass dieser gegenüber 2020 von 3,40 auf 3,50 Euro pro Kubikmeter angestiegen war. Auch die Verschuldung war gestiegen, stellte Wöhrle fest, und zwar von 2,28 auf 2,44 Millionen Euro.
Ratsmitglied Joachim Hermann (ZfA) bemängelte, dass die Abrechnung sehr spät vorgelegt wurde. Rolf Wöhrle sagte dazu, dass dies auch mit der neuen Abrechnung, der Doppik, zusammenhänge. Die Verwaltung werde sich bemühen, diese aktueller vorzulegen. Der Amtsverwalter Norbert Beck stellte den Wasserhaushalt 2021 zur Abstimmung. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
Verlust von 30 562 Euro
Bei der Vorstellung des Berichts für den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung für 2020 vermeldete Kämmerer Wöhrle einen Verlust von 30 562,15 Euro für die zentrale und dezentrale Abwasserbeseitigung. Wie er weiter ausführte, können im Abwasserbereich keine Gewinne erwirtschaftet werden, im Gegensatz zur Wasserversorgung. Wenn Gewinne erzielt werden, müssen diese an die Verbraucher zurückerstattet werden oder mit Verlusten verrechnet werden. Das sind die sogenannten Gebührenausgleichsrückstellungen.
Die Abwassermengen haben sich gegenüber 2019 leicht auf 364 000 Kubikmeter erhöht. Wie Wöhrle weiter sagte, hat sich die versiegelte Fläche in den letzten sechs Jahren kaum verändert und lag 2020 bei 539 000 Quadratmetern. Zu den Abwassergebühren vermeldete Wöhrle, dass diese auf 4,03 Euro pro Kubikmeter gestiegen sind. Der Anteil für Niederschlagswasser liegt nun bei 53 Cent. Bei der Vermögensrechnung ergab sich, so der Kämmerer, ein Fehlbetrag von rund 1,56 Millionen Euro. Dieser konnte durch eine Kreditermächtigung für dieses Jahr ausgeglichen werden.
Zum Schuldenstand für den Eigenbetrieb vermeldete Wöhrle einen Rückgang von 5,87 auf 5,27 Millionen Euro. Norbert Beck stellte dann den Abschluss des Haushalts zur Abstimmung. Auch dieser wurde einstimmig angenommen.