Unser Leser Steffen Bendrin aus Albstadt kommentiert die jüngsten Verabschiedungen von SPD-Räten aus dem Gemeinderat.
Mein lieber Herr Gemeinderat – oder so ähnlich klingt ein Ausspruch der Verwunderung. Und sehr verwundert ist es zu sehen, wie innerhalb eines halben Jahres die drei dienstältesten Stadträte der SPD langsam ihren Dienst beenden oder nun schon beendet haben.
Einen klaren und strukturierten personellen Wechsel kündigt die SPD-Stadtratsfraktion Albstadt an und stellt damit die Weichen in Richtung Zukunft, hieß es. Die Wahlen zum Gemeinderat sind nun ein gutes Jahr her, wusste man das nicht schon vor den Wahlen, dass man die Weichen in Richtung Jugend stellen möchte?
Schon auf der vollen Liste bei der Kommunalwahl standen laut Maute bei der SPD auffallend viele junge Bewerber. Warum muss man dann der aufstrebenden Jugend die drei Ältesten in den Weg stellen?
Kein Problem mit der SPD
Die Wähler haben ihr Vertrauen dieser Spitze gegeben und nun hören diese alle plötzlich auf? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Die SPD hätte bei der Geimenderatswahl im Juni 2024 rund 10 000 Stimmen weniger gehabt, hätten sich diese drei Personen nicht mehr aufstellen lassen, wären es dann nur zwei bis drei Sitze gewesen anstatt vier?
Grundsätzlich möchte ich hier anmerken, ich respektiere die Arbeit dieser Personen in vollem Umfang, und habe auch kein Problem mit der SPD. Mir stößt es leider nur ein wenig sauer auf bei dem Gedanke, aber nun genug mit Sprichwörtern – und ich wünsche der verjüngten Fraktion der SPD viel Erfolg bei ihren zukünftigen Entscheidungen in einer Zeit, in der es gerade nicht einfach ist Stadtrat zu sein.
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