Mitglieder des Gemeinderats Loßburg und der Verwaltung besuchten „Merz Bad & Heizung“ und „Nima – Systems“.
In der jüngsten Besuchsrunde schauten Verwaltung und Gemeinderat Loßburg bei der Firma „Merz Bad & Heizung“ vorbei. Das schreibt die Gemeinde Loßburg in einer Pressemitteilung. Die gesamte Familie Merz hatte sich versammelt, um die Besucher durch den vor gut einem Jahr bezogenen Neubau zu führen.
Seniorchef Andreas Merz bekannte, er habe Bürgermeister Christoph Enderle zunächst einen eindeutigen Korb gegeben, als dieser ihm das Grundstück im neu entwickelten Gewerbegebiet im Rodt angeboten habe. „Ich bin Loßburger und gehe nicht nach Rodt“, so Merz damals. Ehefrau Angela und die Söhne Michael und Alexander mit Ehefrau Verena hatten viel Überzeugungsarbeit zu leisten, sind aber nun vollkommen sicher, dass die Entscheidung richtig war.
Firma ist energieautark
Am alten Standort in der Schlagwaldstraße gab es keine Möglichkeit, zu erweitern. Nun ist im Schloßäcker ein Neubau entstanden, der laut Gemeinde viele Vorzüge aufweist. „In den Neubau haben wir eine Halle integriert, die die Firmenfahrzeuge direkt befahren können. So wird das Be- und Entladen auch bei schlechtestem Wetter angenehmer. Zudem hat jeder Monteur eine Werkbank für sein Material und kann diese direkt anfahren“, sagte Alexander Merz. Das sei ein Riesenvorteil für die 15 Mitarbeiter.
Die Halle sei im KfW-Standard 40 errichtet worden, auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die zwischen 90 000 und 100 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeuge. Im Technikraum entzieht eine Brauchwasser-Wärmepumpe dem Raum Wärme und erhitzt damit das Duschwasser für die Mitarbeiter. Die Lüftungsanlage und die Pumpe laufen nur tagsüber, zudem gibt es einen großen Pufferspeicher. „Wir sind extrem energieautark“, berichtete Merz.
Sein Unternehmen produziere wesentlich mehr Energie, als es selbst brauche, selbst die drei E-Fahrzeuge können betankt werden. Der Rest wird eingespeist. „Selbst unsere Bezugskosten können wir noch mit dem Energieüberschuss bezahlen“, erklärte Michael Merz.
Gründung im Jahr 2016
Dann ging es für Verwaltung und Gemeinderat zur Firma „Nima – Systems“. Geschäftsführer Marco Niggel arbeitete mit den Schwerpunkten Brandmeldeanlagen, Photovoltaikanlagen und Smart Home 26 Jahre bei der Firma Eisele in Glatten. 2016 gründete er die Firma Nima und war zunächst nebenberuflich selbstständig. Seit 2022 hat er seine Arbeit bei Eisele aufgegeben und seine Firma zum Vollerwerb ausgebaut, mit inzwischen sieben Mitarbeitern.
„Wir betreuen vor allem Großprojekte für Firmen und Kommunen“, berichtete er. So hat Niggel auch beim Therapiezentrum Weitblick die komplette Elektrotechnik und eine Photovoltaikanlage mit 90 Kilowattpeak Leistung eingebaut. Derzeit sei er mit Sanierungen von Gebäuden wie Schulen in und außerhalb des Kreises beschäftigt.
52-jähriger Praktikant
Erst am Tag der Führung habe sich laut Pressemitteilung ein 52-jähriger Praktikant bei ihm beworben. Für Niggel ist das ein Zeichen, dass Handwerk lebt. Auch Niggels Sohn Nico steht schon in den Startlöchern, derzeit macht er eine Ausbildung zum Elektriker in Alpirsbach.
Sehr froh sei er auch über das Grundstücks-Angebot von Bürgermeister Enderle gewesen, nachdem das Landratsamt die geplanten Stellplätze für Wohnmobile an dieser Stelle nicht genehmigt hatte. Ab 2026 will Niggel auch Carports, bestückt mit Photovoltaikanlagen anbieten.