Auf dieser Wiese unterhalb der Peterzeller Kirche soll das Gemeindehaus entstehen. Foto: Roland Sprich

Einen weiteren Schritt in Richtung Umsetzung ihres geplanten Gemeindehauses hat die evangelische Petrusgemeinde Peterzell geschafft. Der Ortschaftsrat hat der Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt.

Ortsvorsteher Klaus Lauble ist allerdings ein Detail aufgefallen, dass er geändert haben wollte. Das geplante Gemeindehaus werde nicht an der Ortsstraße entstehen, wie in der Vorlage aufgeführt ist. „Vielmehr soll die Adresse Mühlbachstraße heißen, da es die Ortsstraße bereits gibt“, befand Klaus Lauble eine Korrektur sinnvoll, was das Gremium befürwortete.

Konkret soll das neue Gemeindehaus auf einer Grünfläche nahe der Bundesstraße, unterhalb der Peterzeller Kirche und nahe dem Friedhof, entstehen. Da diese Fläche im geltenden Flächennutzungsplan als öffentliche Grünfläche ausgewiesen ist, muss neben der Aufstellung eines Bebauungsplans auch der Flächennutzungsplan geändert werden. Dabei handelt es sich um rund 1500 Quadratmeter zu überplanender Fläche.

Ein wichtiger Baustein

Die jetzige Entscheidung des Ortschaftsrates ist ein wichtiger Baustein für das Vorhaben. In einem weiteren Schritt werden jetzt die Bürger durch Offenlage der Pläne sowie die Träger öffentlicher Belange, beispielsweise Behörden, Natur- und Umweltschutz, über das Vorhaben detailliert informiert. Wie Achim Labitzke vom Planungsteam der evangelischen Petrusgemeinde sagte, war die Entscheidung des Gremiums „ein weiterer verwaltungsrechtlicher Schritt zum Bau unseres Gemeindehauses“. Er rechne damit, dass, sofern durch die Offenlage keine größeren Einwände kommen, im ersten Halbjahr des kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden könne. Seit dem Verkauf ihres Gemeindehauses im Engeleweg 2018, das in Sachen Größe, Brandschutz und Barrierefreiheit nicht mehr den Nutzungsanforderungen entsprach, befasst sich die evangelische Kirchengemeinde in Peterzell mit dem Neubau eines Gemeindehauses. In einem Architektenwettbewerb wurde die Idee der Stuttgarter Architektin Dagmar Bürk-Kaiser zum Sieger gekürt.

200 Quadratmeter großer Quader

Entstehen soll ein rund 200 Quadratmeter großer Quader mit verglaster Front für das Foyer und großem Oberlicht für natürliche Belichtung. Im Zentrum des Gebäudes steht ein 80 Quadratmeter großer Gemeindesaal. Das Gebäude soll so platziert werden, dass der Blick von der Bundesstraße aus auf die Peterzeller Kirche, die als Wahrzeichen des Teilortes gilt, ungehindert erhalten bleibt.

Kosten von 880 000 Euro

Die Kosten sind mit rund 880 000 Euro veranschlagt. Finanziert werden soll der Neubau mit dem Erlös des Verkaufs des alten Gemeindehauses sowie einem Zuschuss der Landeskirche und Eigenmitteln.

Derzeitiges Domizil

Volksbankfiliale
Aktuell nutzt die Petrusgemeinde die leerstehenden Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbankfiliale in Peterzell. Mit dem Bau eines neuen Gemeindehauses schwimmt die Kirchengemeinde gegen den Trend der Landeskirche, die ihren Gebäudebestand reduziert. Die Aktivitäten der kirchlichen Gemeinde Petrus überzeugte die Landeskirche davon, dass hier eine neue Wirkungsstätte angebracht und notwendig ist.