Der Gemeindeforst hat vielfältige Aufgaben in Baiersbronn. Wanderwege dienen der Erholung. Sind Routen ohne Vorwarnung gesperrt, führt das zuweilen zu Unmut. (Symbolbild) Foto: Monika Braun

Der Teilhaushaltsplan des Gemeindeforstbetriebs Baiersbronn für das kommende Jahr lässt positiv in die Zukunft blicken.

Marius Rebstock, der neue Forstbereichsleiter der Gemeinde, stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Baiersbronn die Planung für 2025 vor und erläuterte die Zahlen. „Der Plan sieht ein positives Ergebnis von 184 100 Euro vor“, erklärte Rebstock.

 

Die Zahlen seien aus der Forsteinrichtung abgeleitet, die als Grundlage für den Haushaltsplan gedient habe. Die Detailplanungen und die konkrete Hiebsplanung würden zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Laut Plan soll der Einschlag rund 25 500 Festmeter betragen, etwa 5000 Pflanzen sollen gesetzt werden, und auf rund 70 Hektar soll Jungbestandspflege erfolgen.

Die Holzmarktlage zeige sich wieder etwas planbarer als in den vergangenen Jahren, daher sei auch der Holzpreis stabil. „Für das vierte Quartal dieses Jahres ist sogar eine leichte Marktbelebung erkennbar“, erklärte Rebstock. Das Jahr 2025 starte mit positiven Aussichten, eine genaue Prognose sei jedoch schwierig.

Gesamteinnahmen von 1,44 Millionen Euro im Plan

Auf der Ertragsseite werde mit Holzerlösen von rund 1,33 Millionen Euro gerechnet. Hinzu kommen Zuweisungen vom Land, die Einnahmen aus der Jagdpacht und sonstige Mieteinnahmen. Weitere Erlöse eingerechnet, geht der Plan von Gesamteinnahmen in Höhe von 1,44 Millionen Euro aus. Zu den größten Aufwendungen gehörten die Personalkosten mit 498 900 Euro. Dabei sei auch eingeplant, dass die freien Stellen wieder besetzt werden. Bei den Sachkosten für Fällung und Aufarbeitung sei ein Ausgabenbetrag von 370 000 Euro angesetzt, so dass sich – weitere Kosten eingerechnet – der geplante Aufwand auf rund 1,26 Millionen Euro summiere.

Dietmar Günter (CDU) fragte nach, wie realistisch die geplante Einschlagsmenge sei und ob diese höher ausfalle als in den vergangenen Jahren. „Ich habe rechnerisch den Durchschnitt aus der noch zwei Jahre laufenden Forsteinrichtung genommen, daher soll auch mehr als die Jahre zuvor eingeschlagen werden“, erklärte der Forstbereichsleiter. Insgesamt sei die Planung, was den Holzpreis betreffe, eher vorsichtig, die Kosten für die Aufarbeitung seien eher höher angesetzt.

„Für die Zukunft ist es wichtig, dass wir klimastabile Wälder bekommen. Ich lege viel Wert auf die Jungbestandspflege“, sagte Gerhard Gaiser (SPD). Er fragte nach der Herkunft der Pflanzen, kritisch äußerte er sich über den Verkehr im Wald.

„Wir nehmen Pflanzen, von denen wir wissen, dass sie bei uns funktionieren. Aber es sollten auch Versuche mit Pflanzen aus anderen Ländern gemacht werden“, so Rebstock. Eine Kontrolle des Waldverkehrs sei schwierig.

Lutz Hermann (FDP/UBL) fragte nach einer Prognose in Sachen Käferholz. „Ich rechne mit Käferholz und habe mal 5000 Festmeter aus ungeplanter Nutzung eingerechnet“, so Rebstock.

Ernst Schleh (FWV) bemängelte die fehlende Information über aktuelle Wegsperrungen im Sankenbachtal. Er regte das Aufstellen von Tafeln an, die über die Dauer solcher Sperrungen informieren, um Einheimischen und Gästen unnötige Umwege zu ersparen. Gerade auf gut frequentierten Wegen sei das wichtig. Rebstock wies darauf hin, dass Absperrungen unbedingt beachtet werden sollten und versprach eine bessere Abstimmung.

Landschaftspflegegipfel geplant

Ingo Christein (CDU) sprach sich für eine verstärkte Offenhaltung der Landschaft aus. Er habe den Eindruck, die Täler würden weiter zuwachsen. „Wir planen hier einen Landschaftspflegegipfel. Das Problem sehen wir auch“, sagte Bürgermeister Michael Ruf.

Ruf dankte dem Kreisforstamt und Erwin Zepf, die in der Zeit der unbesetzten Forststellen hilfreich eingesprungen seien. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den vorgelegten Teilhaushaltsplan 2025 für den Gemeindeforstbetrieb.