Arbeiten ab sofort im Team für den Gemeindeforst Baiersbronn: Marius Rebstock (links) und Marius Keppler Foto: Monika Braun

Forstbereichsleiter Marius Rebstock hat wieder Unterstützung: Seit Juli komplettiert Namensvetter Marius Keppler das Team des Baiersbronner Gemeindeforsts.

Der Baiersbronner Gemeindewald wird nun wieder von einem Zweier-Team betreut. Nach Forstbereichsleiter Marius Rebstock, der bereits seit Oktober vergangenen Jahres im Dienst ist, ist nun seit Juli auch Marius Keppler an Bord.

 

Nicht nur die Vornamen der beiden Förster sind identisch, auch ihre Ausbildung zum Forstwirt und das darauf folgende Studium der Forstwirtschaft verbindet die Waldexperten.

Marius Rebstock freut sich über seinen neuen Kollegen, denn der Gemeindewald Baiersbronn mit sei mit über 2500 Hektar Fläche für einen allein schon eine riesige Aufgabe gewesen, meint er. Während er sich als Bereichsleiter um Holzverkauf, forstrechtliche Fragen und verwaltungstechnische Aufgaben kümmert, ist sein neuer Kollege für die klassischen Revieraufgaben und die normalen Forstbetriebsarbeiten zuständig. Neben einer Bürokraft gehören noch drei Forstwirte zum Forstbetrieb.

„Ich habe mir die ersten Wochen schon mal ein Bild gemacht und freue mich auf die neue Arbeit hier in Baiersbronn“, erzählt Marius Keppler.

Doch warum wird derzeit im Gemeindewald so viel Holz eingeschlagen? Insbesondere im Bereich Höferköpfle und Hirschkopf? Rebstock verweist auf die Vorgaben der Forsteinrichtung, die einen Holzeinschlag von 20 000 Festmetern vorsieht und nun kurz vor Ablauf der Frist noch erfüllt werden soll.

Der Holzpreis ist derzeit stabil

„Zum einen haben wir das Thema Waldumbau. Wir versuchen, die Fichte möglichst zu reduzieren, da diese weniger klimaresistent ist. Und zum anderen macht es finanziell Sinn, das Holz blockweise, also auf größeren Flächen zu schlagen“, erklärt er. Zudem sei die Marktlage gerade gut und die Preise im Schnitt für B-Holz mit rund 115 Euro pro Festmeter recht stabil. „Ich gehe nicht von sinkenden Preisen aus, wir müssen allerdings sehen, was der Borkenkäfer macht“, so die Einschätzung des Forstbereichsleiters.

Den Gemeindewald auch für die Zukunft gut aufzustellen sei das oberste Ziel, dafür müsse dieser generell verjüngt werden. „Douglasie, Weißtanne, Buche oder Kiefer – diese Holzarten kommen gut mit dem Klimawandel zurecht. Wichtig ist eine breite Mischung, um auch in Zukunft einen stabilen Wald zu haben“, führt Rebstock aus.

Neue Forsteinrichtung steht an

Marius Rebstock und Marius Keppler haben im kommenden Jahr mit der neuen Forsteinrichtung – also den Planungen für die kommenden zehn Jahre – eine große Aufgabe vor sich. Für beide ist es die erste Forsteinrichtung, die sie federführend begleiten und erarbeiten.

„Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat läuft gut und für mich ist es wichtig, eine gute Kommunikation zu haben“, sagt Marius Rebstock. Die Erwartungshaltung der Bürger an den Gemeindewald sei hoch. „Die Wege sollen schnell wieder geöffnet werden und auch die touristischen Belange gehören dazu, wenn es um den Wald hier geht“, sagt er.

„Wir können nur eindrücklich davor warnen, die Absperrung nicht zu beachten, wenn wir im Holzeinschlag arbeiten. Das bedeutet Gefahr für Leib und Leben“, mahnt Marius Keppler. Leider komme es immer wieder vor, dass insbesondere Einheimische Wegesperrungen missachteten.