Der Gemeinderat Maulburg hat die STEG aus Freiburg mit der Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes beauftragt.
Bisher hat die Gemeinde kein Gemeindeentwicklungskonzept (GEK). Ziel sei es, sagte Bürgermeisterin Jessica Lang, eine „fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen“ zu erhalten.
Tilman Sperle und Mirko Walz stellten den Ablauf der Konzepterstellung vor. Der Prozess beginnt im kommenden Jahr mit einer gemeinsamen Ortsbegehung, bei der die Planer ein vollständiges Bild der Gemeinde erhalten wollen. Walz kündigte an, dass die Bürger am Prozess frühzeitig beteiligt würden. Es sei sinnvoll, eine solche Beteiligung an ein Fest anzukoppeln, um deutlich breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Denkbar sei auch, dass sich die Bürger online beteiligen. Ziel des Gemeindeentwicklungskonzeptes sei es, gemeinsam mit der Verwaltung Ziele zu formulieren, wie sich die Gemeinde entwickeln möchte. Vorhandene Konzepte könnten in das GEK integriert werden.
Bürger sollen beteiligt werden
Die Gemeinde bekomme mit dem GEK einen „Handlungsleitfaden für den kommunalpolitischen Alltag“. Im zweiten Quartal 2026 werde die STEG den Entwurf „Strategie Maulburg 2045“ in einer Klausur dem Gemeinderat vorstellen, um danach die Verbesserungsvorschläge in das Konzept einzuarbeiten.
Das Konzept könne beispielsweise in Form einer gedruckten DIN A4-Broschüre erscheinen. Denkbar sei auch eine digitale Karte, wo Bürger auf Punkte klicken können, um Informationen zu Flächen oder möglichen Veränderungen im Dorf zu bekommen.
Ziele stehen in Excel-Tabelle
Die Gemeinde bekomme auch eine Excel-Tabelle, in der Ziele und Maßnahmen verzeichnet seien. Kurt Greiner (Freie Wähler) fragte, ob das Büro nur die Wünsche der Bürger und der Verwaltung in das Konzept einarbeite oder ob es auch Anregungen gebe, in welche Richtung sich die Gemeinde entwickele. „Es ist eine Mischung“, sagte Tilman Sperle. „Die STEG speist auch ihre fachliche Meinung mit ein.“ Hier gehe es um die Beantragung von Mitteln etwa aus dem Landessanierungsprogramm, damit die im GEK vorgeschlagenen Maßnahmen finanziert werden können.
Jessica Lang fragte, bis wann das Konzept vorliege. Tilman Sperle versicherte, dass das GEK parallel zur Antragstellung beim Landessanierungsprogramm erarbeitet werde. Ein GEK ist Voraussetzung um Mittel aus Förderprogrammen zu bekommen. Wenn die Klausur mit dem Gemeinderat vor der Sommerpause stattfinde, „können wir das Konzept über den Sommer fertig machen.“