Landrat Sven Hinterseh besuchte die Gemeinde Niedereschach und diskutierte mit dem Bürgermeister und Gemeinderäten.
Zum Gemeindebesuch weilte Landrat Sven Hinterseh in Niedereschach. Im Mittelpunkt stand dabei im Sitzungssaal des Rathauses ein intensiver Gedankenaustausch mit Bürgermeister Martin Ragg sowie einigen Gemeinde- und Ortschaftsräten, Wolfgang Müller von der EGON-Wirtschaftsförderung und einem Besuch beim Niedereschacher Bauträgerunternehmen Werner Wohnbau.
Bürgermeister Martin Ragg freute sich, dass Hinterseh die Tradition der Gemeindebesuche weiterhin pflegt. In Niedereschach wisse man dies sehr zu schätzen.
Wichtig war es Ragg, dem Landrat mit Blick auf den sich auf die Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil erstreckenden Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg für dessen unermüdliches interkommunales Engagement zu danken. Interkommunale Zusammenarbeit, höre sich zwar einfach an, sei in der Praxis jedoch auch immer mit „Ecken und Kanten“ verbunden.
Radwegekonzeption des Landkreises
Auch die derzeit geplante und diskutierte neue Radwegekonzeption des Landkreises, zu der auch Vertreter der Niedereschacher Montagsradler ihre Vorschläge und Ideen einbringen konnten, habe interkommunalen Charakter. Diesbezüglich äußerte der Niedereschacher Bürgermeister an den Landrat gerichtet einen Herzenswunsch: eine Radwegverbindung von Kappel nach Nordstetten.
Diskussion mit Gemeinde- und Ortschaftsräten
Bevor die Diskussionsrunde mit den Gemeinde- und Ortschaftsräten Regina Rist, Walter Pankoke, Markus Dietrich, Reinhold Hummel, Peter Engesser, Corina Link, Stefanie Schwarzeit, Dieter Petrolli und Wirtschaftsförderer Wolfgang Müller begann, wies Hinterseh darauf hin, dass er sowohl dienstlich, beispielsweise beim Neujahrsempfang der Gemeinde mit Brotspende oder auch privat, wie jüngst bei der Abi-Feier seiner Tochter in der Eschachhalle, immer wieder nach Niedereschach komme.
Von der Infrastruktur beeindruckt
Hinterseh zeigte sich beeindruckt von der in Niedereschach vorhandenen hervorragenden Infrastruktur, die keinesfalls selbstverständlich sei. Als ein Beispiel nannte er die gute Breitbandversorgung in Niedereschach. Bei allen Problemen, die es dabei wegen sich ständig ändernder Förderrichtlinien gibt, betonten Ragg und Hinterseh: „Ohne den von und allen Städten und Gemeinden des Schwarzwald-Baar-Kreises initiierten Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar wäre man noch lange nicht so weit wie man jetzt ist.“ Breit diskutiert wurde bei der Diskussion auch über Fragen rund um die Migration, den Hausärztemangel, den Mangel an Kinderärzten und anderen Fachärzten, die medizinische Versorgung im Landkreis Schwarzwald-Baar, Windräder, die Corona-Folgen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die ständig steigenden Sozialausgaben des Kreises, die Gesundheitsprävention sowie Gesetzen und Vorschriften, die oft weit ab von der Lebenswirklichkeit erscheinen.
Obwohl die Politik mitunter manchmal träge sei und ewig für Entscheidungen brauche, warb der Landrat dafür, nicht alles schlecht zu reden und Schwarzmalerei zu betreiben. Sein Credo:„Es gibt auch Dinge, die gut laufen“.