Für die Ertüchtigung der „Kaltbrunn-Runde“ und als Einstiegsort sollen an der Zufahrt zum Friedhof Kaltbrunn Parkplätze errichtet werden. Foto: Herzog

Der Wanderweg Kaltbrunn-Runde soll mit Hilfe von Leader-Fördermitteln ertüchtigt werden. Hierfür liegen der Gemeinde bereits Angebote in Höhe von knapp 20 000 Euro vor.

Nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Heinzelmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wird die „Kaltbrunn-Runde“ seit mehreren Jahren als kleiner Wanderrundweg im Ortsteil Kaltbrunn beworben. Auch die Schwarzwald-Tourismus Kinzigtal (STK) preise die Route als Wandervorschlag an, die stark nachgefragt werde.

 

Die rund sechs Kilometer lange Strecke schlängle sich um die Hänge des Kaltbrunner Tals und verfüge mit dem Gasthof Martinshof über eine gute Einkehrmöglichkeit. Eine Wanderung auf dieser Schleife sei geeignet für Familien mit Kindern.

Verlängerung auf zehn Kilometer

„Kinderwagentauglich ist sie allerdings nicht“, räumte der Bürgermeister ein. Dieser Mangel könne auf recht einfache Weise behoben werden, wenn ein Teil der an dieser Stelle durchgehenden Nordic-Walking-Strecke hinzugenommen und der Wegabschnitt über die „Emle“ ausgelassen werde. Es gäbe bereits Pläne für eine Verlängerung dieser Runde auf etwa zehn Kilometern für Erwachsene. Dadurch könnten an einem Ort gleich mehrere Wandermöglichkeiten mit Einkehr angeboten werden, schilderte Heinzelmann.

Der Einstieg in die Tour sei bisher bei der Abzweigung zur Kläranlage Kaltbrunn erfolgt, wo jedoch keine Parkplätze vorhanden seien. Solche müssten noch angelegt werden, ein geeigneter Ort stelle die Zufahrt zum Friedhof Kaltbrunn dar. Die Stellplätze könnten dann auch bei Beerdigungen oder anderen größeren Veranstaltungen im Ort genutzt werden. Der Eigentümer habe in Gesprächen signalisiert, die bislang als Holzlagerplatz ausgewiesene Fläche zur Verfügung zu stellen, berichtete der Bürgermeister.

Spielstationen für Kinder

Um die Attraktivität der Kaltbrunn-Runde für Familien mit Kindern zu steigern, plane die Verwaltung, im Gemeindewald einige Spielstationen zu errichten. Vorgesehen seien eine Waldmurmelbahn unterhalb der Emle, Waldflipper, Tannenzapfenziel-Wurfanlage sowie eine Stammlehre mit Infos über den heimischen Wald. Als Ergänzung zur Sonnenliege am „Hühnernest“ soll ein Trachtenaufsteller als Fotomotiv für Schnappschüsse platziert und ein Hinweisschild über heimische Kräuter installiert werden. Außerdem sollen zu den Bienenvölkern und der Streuobstwiese auf der Emle Infotafeln aufgestellt und die Sitzgruppe der „Ceszens“ vom Tälchen der Heimat erneuert werden, zählte Heinzelmann auf.

Ortschaftsrat begrüßt das Vorhaben

Die Kosten für die Ertüchtigung lägen gemäß der von der Gemeinde eingeholten Angebote bei 18 840 Euro. Die förderfähige Nettosumme von rund 16 000 Euro werde mit 80 Prozent oder 12 780 Euro bezuschusst. Nach Abzug von circa 900 Euro ehrenamtlicher Leistungen verbleibe ein Restbetrag von 5880 Euro für die Kommune. Diese Mittel seien im Haushaltsplan eingestellt.

„Der Ortschaftsrat begrüßt die Planung und hat sich in seiner Sitzung dafür ausgesprochen, einen Förderantrag an das Leader-Regionalbudget zu stellen und bei positivem Bescheid das Vorhaben umzusetzen“, übermittelte der Bürgermeister. Dieser Empfehlung folgte der Gemeinderat einstimmig.