Mit Optimismus soll es in Schönwald ins Jahr gehen. 2024 tat sich in diversen Bereichen so einiges. Foto: Christel Börsig-Kienzler

In seinem Jahresrückblick sprach Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel verschiedene Themen an. Sorge macht eine schrumpfende Bevölkerung. Das wirkt sich auf die Höhe der finanziellen Zuweisungen an die Gemeinde aus.

Auf einige durchaus wegweisende Wahlen wie die in den USA blickte Bürgermeister Christian Wörpel in seinem Jahresrückblick als erstes – wobei er mit der bevorstehenden Neuwahl des Bundestags auch vorausschaute.

 

Eine wichtige Wahl, die den Ort direkt betraf, sei die Wahl des neuen Gemeinderats gewesen. „Alle Amtsinhaber, die sich zur Wahl stellten, wurden wieder gewählt, was von einer hohen Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem Gremium zeugt“, betonte er.

Allen Mitgliedern des Gremiums, auch den ausgeschiedenen, dankte er, ebenso den Mitarbeitern im Rathaus und den weiteren Einrichtungen.

Ärztliche Versorgung

Dankbar könne man sein, dass sich Eva-Maria Wacker mit ihrer Hausarztpraxis im ehemaligen Falken niedergelassen habe – eine deutliche Verbesserung der allgemeinmedizinischen Versorgung. Auch das Thema „Pflege im Alter“ sei für viele Menschen eine wichtige Frage. Damit habe man sich erst kürzlich im Rahmen einer Bürgerversammlung beschäftigt – unter Anwesenheit der „Profis“, die im Ort tätig sind. Konkret wurde dabei das Thema Nachbarschaftshilfe angesprochen. Hier wolle sich der Soziale und Kulturelle Treffpunkt (SKT) einbringen und eine solche Nachbarschaftshilfe als ergänzendes Angebot ins Leben rufen.

Abriss Hallenbad

Wichtige Themen im Gemeinderat seien nach wie vor das ehemalige Hallenbad und die Tiefgarage. Beim Hallenbad steht der Rückbau an, nachdem sich keine machbare und wirtschaftlich vertretbare Nachnutzung ergeben habe.

Falls sich nicht doch noch Alternativen fänden, sei es Ziel, künftig kein leerstehendes Gebäude in der Ortsmitte zu haben, das zunehmend verfalle. Allerdings müssten dazu diverse rechtliche Fragen geklärt werden und die Kommune oder ein eventueller Investor im Besitz des Gebäudes sein.

Letzteres treffe ebenso auf die Tiefgarage zu. Sobald alle Verkäufer den Kaufvertrag akzeptiert hätten und die Förderanträge genehmigt seien, soll hier ein zentraler Wanderparkplatz entstehen, mit einem Busparkplatz, einer Toilette und einem modernen Infopunkt.

Nach mehrjähriger Bauzeit konnte endlich die Matthias-Grünewald-Straße fertiggestellt werden. Daneben gab es weitere Investitionen, betonte Wörpel.

Investitionen getätigt

Ein Teil der Friedhofswege sei saniert worden, dazu wurde mit Baumgräbern eine neue Bestattungsform eingeführt. Um die Wasserversorgung krisensicherer zu machen, wurde ein Notstromaggregat beschafft. Daneben wurden etliche spezielle Leckortungsgeräte eingebaut, um Wasserverluste zu reduzieren.

Der Zensus, das Zählsystem zur Erfassung der Einwohnerzahl, sorgte nicht nur in Schönwald für Entsetzen: Wie schon 2011 „verlor“ die Gemeinde zahlreiche Einwohner – was sich finanziell negativ auf die Gemeinde auswirke.

Das könnte sich auch auf das geplante neue Feuerwehrgerätehaus auswirken, für das erst kürzlich die Planungsleistungen vergeben wurden. Viel Geld sei in den vergangenen Jahren in die Schule und ihre Ausstattung investiert worden. Fast schon ein Lohn dafür ist die gestiegene Schülerzahl – die erste Klasse sei wieder zweizügig.

Ein neuer Erlebnisweg

Etwas getan habe sich auch im Tourismus: Die Gemeinde wurde wieder als familienfreundlich ausgezeichnet – dazu passe der neue Kuckucksuhrenerlebnisweg, der sehr beliebt sei. Dazu locke im Winter der Laternenweg und bringe Licht in die dunkle Jahreszeit.

Daneben war der Gemeinderat mit mehreren Flächennutzungs- und Bebauungsplänen beschäftigt – so etwa das Ochsencamp mit Feuerwehrgerätehaus, Sommerberg II, Camping am Sportplatz und Nahwärme im Hölltal.

Schöne Momente habe man mit dem Naturparkmarkt oder dem Weihnachtsmarkt erlebt.

Schöne Momente

Ein Blick führte auch ins kommende Jahr – mit den Jubiläen von Schönwald und Schonach. Er freue sich auf viele besondere Ereignisse wie beispielsweise die vorgezogene Französische Nacht. „Nun lassen Sie uns optimistisch auf 2025 blicken“, schloss Wörpel.

Erstmals seit vielen Jahren war es nicht Adalbert Oehler, der das Schlusswort sprach, sondern der neue erste Bürgermeister-Stellvertreter Johannes Fattler. Er dankte dem Bürgermeister, der Verwaltung und seinen Amtskollegen für die konstruktive Zusammenarbeit sowie ein unkompliziertes Miteinander. „Uns alle eint ein Ziel: eine lebenswerte Gemeinde zu erhalten“, so sein Fazit.