Für Fledermäuse wie diese hat die Gemeinde ‚neuen Wohnraum‘ geschaffen. Foto: dule964 - stock.adobe.com

Wegen des Maute-Abrisses hat die Gemeinde zahlreiche weitere Quartiere für Fledermäuse geschaffen – das sind die Standorte in Bisingen.

Auf dem Maute-Areal hat es vor dem Abriss Fledermäuse gegeben. Das geht aus einem weiteren Entwurf des Bebauungsplans für das Maute-Areal hervor, dem der Gemeinderat Zustimmung erteilte.

 

Neuer Lebensraum für Fledermäuse

Demnach konnten „überwiegend Zwergfledermäuse“ nachgewiesen werden. Für den Verlust der Quartiersmöglichkeiten musste die Gemeinde Ersatz schaffen. Zum einen wurden an umliegenden Gebäuden Fledermausflachkästen angebracht, und zwar an diesen Standorten: Gebäude der Gemeindeverwaltung Bisingen (7 Exemplare), Hohenzollernhalle (8), Kita Gutenberg (8 Exemplare) und am Lagerschuppen am Bahnhof Bisingen (6 Exemplare) verhängt.

Zum anderen hat die Gemeinde mehrere Dachstühle für die Fledermäuse herrichten müssen. Diese befinden sich im Turm der Kirche von Steinhofen, im Gebäude Kirchweg 5, im Rathaus Thanheim und im Lagerschuppen am Bahnhof Bisingen.

Eine langgezogene Insel auf der Bahnhofstraße?

Der Bebauungsplan schreibt darüber hinaus zahlreiche Details vor, etwa wie breit die Straßen gebaut werden sollen. Deshalb muss das Regelwerk erst vorliegen, bevor die privaten Investoren mit der Realisierung ihrer Gebäude beginnen können. Anfang 2026 soll der Bebauungsplan vorliegen.

Derweil hat Volker Büschgen (Freie Wähler) ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern für die Bahnhofstraße ins Gespräch gebracht, und dazuhin regte er die Verlangsamung des Verkehrs mit baulichen Maßnahmen an. Er schlug dazu vor, in der Mitte eine langgezogene Insel bauen, die mit Bäumen bepflanzt wird, ähnlich wie auf der Ortsdurchfahrt Onstmettingen schon vorhanden.

Bauamtsleiter Holger Maier dazu: „Wir sind auf der Bahnhofstraße eng unterwegs.“ Es spiele auch eine Rolle, wo die Leitungen liegen – die nicht unter der Insel sein dürften. Die Frage sei, „ob wir nicht zu sehr in die Planung eingreifen“. Links und rechts der Bahnhofstraße gebe es mit der Bebauung des Maute-Areals und dem Bau der Energiezentrale „Zwangspunkte“, die sich nicht einfach verschieben lassen, um die Bahnhofstraße breiter zu machen.

26 370 Euro für den Gestaltungsbeirat

Einstimmig beschlossen hat das Gremium indes, einen Antrag auf Förderung des Gestaltungsbeirats zu stellen. Dieser begleitet die Neubebauung des Maute-Areals von Anfang an und soll einen hohen architektonischen und qualitativen Standard sichern.

Allerdings tagt das Gremium auch nicht umsonst, denn neben Vertretern von vor Ort nehmen regulär auch externe Branchenexperten an den Zusammenkünften teil. So wird für die Jahre 2026 und 2027 mit Kosten von 26 370 Euro für die Arbeit des Gestaltungsbeirats gerechnet. Nur die Hälfte davon könnte vom Land gefördert werden.