Den Deko-Schriftzug für das neue Repair-Café Grenzach-Wyhlen hat Christian Matthiä, ein begeisterter Helfer, angefertigt. Die Akteure sind schon ganz gespannt, wer am nächsten Samstag vorbeikommt und was es zu reparieren gibt. Foto: Christian Matthiä

Das Repair-Café der Bürgerstiftung Grenzach-Wyhlen öffnet seine Türen. Premiere ist am Samstag, 28. Februar, im Vereinsheim der Naturfreunde.

Dort (Schlossgasse 41a, beim Emilienpark) öffnet von 10 bis 13 Uhr erstmals eine offene Werkstatt für alle. Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ lädt die Bürgerstiftung dazu ein, defekte Alltagsgegenstände mitzubringen – vom Toaster über stumpfe Messer bis zur Lieblingsjacke. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Tüftlern wird geprüft, repariert oder es gibt hilfreiche Tipps für die nächsten Schritte.

 

Helfer freuen sich schon

Viele engagierte Helfer aus Grenzach-Wyhlen, den Nachbargemeinden und der Schweiz unterstützen mit Erfahrung und Begeisterung. Neben Reparaturprofis sorgen weitere Freiwillige für Organisation, Empfang und das leibliche Wohl. Zwei Vorbereitungstreffen haben bereits gezeigt: Die Vorfreude ist groß.

Ein starkes Netzwerk macht das Repair-Café möglich: Die Naturfreunde Grenzach-Wyhlen stellen ihr Vereinsheim zur Verfügung, die Arbeitsgruppe Emilianum öffnet zusätzlich das benachbarte Emilianum. Die IG Velo unterstützt bei Fahrrad-Reparaturen. So entsteht ein lebendiger Treffpunkt für Austausch, gemeinsames Anpacken und neue Begegnungen.

Von Fahrrad bis Buch

Das Angebot ist vielfältig: Unterstützung gibt es bei Elektrik und Elektronik, Mechanik, Fahrrädern, Spielzeug, Nähen und Textilien – und als besonderen Höhepunkt auch bei der Buchrestauration. Wer also etwa dem alten Familienkochbuch zu neuem Glanz verhelfen möchte, ist hier genau richtig. Unterstützung bei Reparaturen an Handys, Fernsehern oder Kaffee-Vollautomaten ist allerdings nicht vorgesehen, wie die Bürgersstiftung wissen lässt. Tipp der Veranstalter: Wer Ersatzteile oder eine Bedienungsanleitung besitzt, bringt diese am besten gleich mit. Wer vorab klären möchte, ob sich das Lieblingsstück für einen Besuch im Repair-Café eignet, kann sich gerne unter repaircafe@buergerstiftung-gw.de melden.

Ehrenamtliches Angebot

Das ehrenamtliche, nicht-kommerzielle Repair-Café versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Besucher und Helfer sitzen gemeinsam am Tisch, tauschen sich aus und finden Lösungen. Gleichzeitig soll ein Ort entstehen, an dem Gemeinschaft wächst und Nachhaltigkeit gelebt wird. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen Kaffee, Tee und Kuchen. „Die Menschen kommen mit guter Laune und gehen oft mit noch besserer – das ist das Prinzip eines Repair-Cafés. Manche Dinge sind schnell gelöst, andere unmöglich oder nicht mehr sinnvoll – man spricht, staunt und freut sich miteinander“, sagt Nikolaus Krüger vom Vorstand der Bürgerstiftung, der das Projekt gemeinsam mit Jürgen Maares verantwortet.

Neben dem Café „Alte Post“ in Wyhlen, einer Initiative engagierter Freiwilliger, dessen Trägerschaft die Bürgerstiftung im November übernommen hat, ist das Repair-Café ein weiterer lebendiger Ort, der Menschen zusammenbringt.

Ein Ort, der verbindet

„Begegnung ist ein zentrales Thema unserer Gesellschaft – daran arbeiten wir gerne“, wird Krüger in der Mitteilung zitiert.

Über die Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung wurde im November 2024 gegründet. Mehr als 150 Stifter brachten zu Beginn ein Kapital von rund 275 000 Euro ein. Zweck ist die Förderung vielfältiger gemeinnütziger Projekte vor Ort – finanziert aus Kapitalerträgen und Spenden. Neben Geld ist auch von Ehrenamtlichen gestiftete Zeit für die Bü+rgerstiftung ein zentrales Element – wie beim Repair-Café.

www.buergerstiftung-gw.de