So bekommen Privatleute Zuschüsse aus dem ELR-Programm. Die Gemeinden helfen und koordinieren. Fördergelder fließen auch nach Triberg.
Nicht nur kleine und ländliche Kommunen klagen über fast leere Stadtsäckel. Auch die Menschen, die in ihnen leben, können oft nicht aus dem Vollen schöpfen. Das baden-württembergische Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) kommt da meist gerade recht.
So wie jetzt. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Triberg und die aus den Gemeinden Schonach und Schönwald profitieren auch in diesem Jahr wieder vom warmen Geldsegen aus dem Stuttgarter Ministerium für „Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz“.
Das Fördertöpfchen allerdings müssen die Einwohner dem Ministerium jeweils schon selbst hinhalten. Sprich, sie müssen konkrete Projekte – oft mit einigem Papierkram – vorstellen, in die vorgeschriebenen Regeln einpassen und dann gut argumentieren. Städte und Gemeinden können die Einwohner, Unternehmer oder Vereine beraten, beim Papierkram helfen und können und sollen bei der bei der Koordinierung helfen. Danach heißt es hoffen, dass der Geldregen auch kommt.
Es geht um Millionen
In einer Pressemitteilung hat die Behörde jetzt die Zahlen für den Schwarzwald-Baar-Kreis bekannt gegeben. Insgesamt gab es für den rund drei Millionen Euro.
Für einen so großen Landkreis mit so vielen Einwohnern eigentlich eine überschaubare Summe. Aber: Die soll, so rechnet das Ministerium, Investitionen von 22,6 Millionen Euro anschubsen – was die etwas lahmende Wirtschaft ja hübsch ankurbeln würde.
Die Hochschwarzwaldregion des Landkreises darf sich jedenfalls auch freuen. Denn die Menschen in der Wasserfallstadt Triberg, als auch die in den Nachbargemeinden Schönwald und Schonach werden ebenfalls vom ELR-Programm 2026 profitieren. In Triberg sollen mit 50 000 Euro am Ende Investitionen für 449 000 Euro unter dem Strich stehen. Sie fließen in ein einziges Projekt. In Schonach gibt es für vier Projekte fast 160 000 Euro und es könnten wohl 860 000 Euro an Investitionen dabei herauskommen.
Investitionen anschieben
In Schönwald, dem kleinsten dieser drei Orte, werden 159 000 Euro Fördergeld in ein Projekt fließen und nach Rechnung der Stuttgarter dann 855 787 Euro Investitionen nach sich ziehen. Landesweit gibt es insgesamt über 112 Millionen Euro aus dem derzeit von Peter Hauk, CDU, geführtem Ministerium. Das sind sogar fast elf Millionen Euro mehr, als im vergangenen Jahr. Der Schwerpunkt der geförderten Projekte liegt in diesem Jahr eindeutig im Themenfeld „Innenentwicklung/Wohnen“.