Der Hauptausschuss der Stadt hat in den Donauhallen getagt. Foto: Fröhlich

Die Donaueschinger Vereine dürfen sich freuen: Künftig sollen sie von der Stadt mehr Geld erhalten.

Donaueschingen - Seit 2013 haben sich die städtischen Förderrichtlinien für die Donaueschinger Vereine nicht mehr verändert. Dies soll sich nun ändern. Die Fördersätze sollen als Ausgleich für die allgemein gestiegenen Lebenshaltungskosten erhöht werden. Mit der genauen Ausgestaltung dieser Anpassung befassten sich die Mitglieder des Hauptausschusses. Die Verwaltung hatte Vorschläge ausgearbeitet. Große Einigkeit herrschte zum Vorschlag von FDP/FW und GUB, den jährlichen Zuschuss zur Deckung laufender Kosten für Sportvereine von 9,70 Euro pro Jugendmitglied pauschal um fünf Euro zu erhöhen. Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage nur eine Erhöhung auf 10,60 Euro vorgesehen. Der Grundbetrag soll von 310 auf 340 Euro angehoben werden. Musikvereine sollen künftig einen Grundbetrag von 2190 Euro anstatt 2000 Euro erhalten. Pro Jugendmitglied sind 82 Euro anstatt 75 Euro vorgesehen. Der Grundbetrag für Gesangsvereine soll um 20 Euro auf 220 Euro steigen, der Betrag pro Jugendmitglied um 50 Cent auf nun 6 Euro.

Bei den Fördersätzen für Fußballplätze einigte man sich am Ende darauf, dass die Verwaltung alle 16 Sportplätze – Tennisplätze nicht inbegriffen – mit jeweils 2500 Euro pauschal und pro Jahr fördert, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Kunstrasenplatz oder um herkömmliche Rasen- oder Hartplätze handelt. Die Stadt hatte 2265 Euro vorgeschlagen. Tennisvereinen winken künftig 84 Euro pro Platz für Pflege und Unterhalt.

Beim Thema Vereinsinvestitionen hatte die CDU vorgeschlagen, größere Investitionen von über 150 000 Euro pauschal mit 20 Prozent der Gesamtsummen zu fördern, unabhängig von einer Jugendquote, wie die Verwaltung es vorgelegt hatte. Dieser Vorschlag wurde im Ausschuss jedoch abgelehnt. Vereine mit einer Jugendquote zwischen zehn und 20 Prozent sollen künftig mit 20 Prozent der Gesamtkosten gefördert werden. Bei Vereinen mit einer Quote über 20 Prozent gilt die Förderquote von 25 Prozent. Der FDP-Antrag, den Mietkostenzuschuss von 60 Prozent auf 50 Prozent zu reduzieren, dann aber inklusive der hauseigenen Techniker, fand im Ausschuss keine Mehrheit. Dies hätte laut einer Beispielrechnung dazu geführt, dass einige Vereine überproportional profitiert hätten. Andere, die bei der Donauhallen-Nutzung ohne Techniker für Licht und Ton auskommen, hätten mit höheren Kosten rechnen müssen.

Alle Zuschüsse sollen sich jährlich auf Basis des Verbraucherpreisindex des Statistischen Landesamtes erhöhen. Oberbürgermeister Erik Pauly wertete die Abstimmungsergebnisse als einen guten Tag für die Donaueschinger Vereinswelt. "Die Vereine können sich glücklich schätzen", so der OB. Die getroffenen Empfehlungen, müssen nun noch vom Gemeinderat beschlossen werden.