Bei einem Spaziergang diskutierten die Bürger Enzklösterles im vergangenen über Möglichkeiten zur Dorfentwicklung. Jetzt gibt es Fördermittel. Foto: Gemeinde Enzklösterle

Neben weiteren Gemeinden aus dem Kreis Calw wurde auch Enzklösterle in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Das soll mit dem Geld passieren.

Die Gemeinde Enzklösterle wurde in das Landessanierungsprogramm Baden-Württemberg aufgenommen. Für die Neumaßnahme „Ortsmitte Enzklösterle“ erhält die Gemeinde in der ersten Fördertranche eine Förderung in Höhe von 700 000 Euro, teilt die Gemeinde mit.

 

Ziel der Maßnahme ist es, durch bauliche Innenentwicklung, die Modernisierung des bestehenden Gebäudebestands, Beseitigung von Leerstand sowie die funktionale und gestalterische Aufwertung des Ortskerns eine attraktive, lebendige und zukunftsfähige Ortsmitte zu schaffen.

Lebensqualität der Menschen verbessern

Das Land Baden-Württemberg stellt im Jahr 2026 insgesamt 270,63 Millionen Euro für 319 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in 283 Städten und Gemeinden bereit. Mit dem Landessanierungsprogramm unterstützt das Land die Kommunen dabei, zentrale Herausforderungen der Stadt- und Ortsentwicklung zu bewältigen und die Lebensqualität der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern.

Im Kreis Calw bekommen weitere Kommunen Mittel für die Städtebauförderung. Mit 3,2 Millionen Euro geht mehr als die Hälfte der Mittel, die in den Landkreis fließen, nach Calw. Gefördert wird die Umnutzung und Neugestaltung des alten Krankenhausareals. 1,2 Millionen Euro gehen für die nordöstliche Innenstadt nach Nagold. Für die Ortsmitte erhält Simmersfeld 600 000 Euro, 300 000 Euro gehen nach Neuweiler.

Zenker: Großer Erfolg und bedeutende Chance

„Für Enzklösterle ist die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm ein wichtiger Meilenstein in der kommunalen Entwicklung“, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde weiter. Die Ortsmitte sei Herz und Identität der Gemeinde – ein Ort der Begegnung, des Wohnens, des Arbeitens und des gesellschaftlichen Lebens. Mit den nun bewilligten Fördermitteln können bestehende Strukturen gestärkt, neue Impulse gesetzt und private wie öffentliche Investitionen gezielt angestoßen werden.

Intensive und konstruktive Zusammenarbeit

Bürgermeisterin Sabine Zenker zeigt sich sehr dankbar über die Förderzusage: „Die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm ist für Enzklösterle ein großer Erfolg und eine bedeutende Chance. Sie ermöglicht es uns, unsere Ortsmitte behutsam weiterzuentwickeln, Bestehendes zu erhalten und zugleich Raum für Neues zu schaffen. Es geht um nachhaltige Entwicklung, um Lebensqualität und um ein starkes Zentrum für unsere Gemeinde. Ich freue mich sehr darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen und Zukunft aktiv zu gestalten.“

Die erfolgreiche Aufnahme in das Programm sei das Ergebnis einer intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Zenker bedankt sich ausdrücklich beim Gemeinderat der Gemeinde Enzklösterle, der den Prozess von Beginn an engagiert begleitet und die Weichen für diese wichtige Entwicklung gestellt habe.

Ein besonderer Dank gelte zudem der Bürgerschaft, deren Offenheit, Mitwirkung und Unterstützung eine wesentliche Grundlage für den Antrag und die zukünftige Umsetzung darstellen. „Städtebauliche Erneuerung kann nur gemeinsam gelingen. Die Menschen vor Ort sind der entscheidende Faktor für eine lebendige Ortsmitte“, so Zenker.

Zentrales Instrument der Städtebauförderung

Das Landessanierungsprogramm ist seit Jahrzehnten eines der zentralen Instrumente der Städtebauförderung. Neben der Stärkung von Ortskernen und der Modernisierung von Gebäuden stehen unter anderem die Schaffung von Wohnraum, die Anpassung an den Klimawandel sowie die Aufwertung öffentlicher Räume im Fokus.

Mit der Aufnahme in das Landessanierungsprogramm beginnt für Enzklösterle nun eine neue Phase der Ortsentwicklung. In den kommenden Jahren sollen die geplanten Maßnahmen gemeinsam mit allen Beteiligten Schritt für Schritt umgesetzt und die Ortsmitte nachhaltig gestärkt werden.

„Diese Förderung ist ein Vertrauensbeweis in unsere Arbeit und in die Zukunft unserer Gemeinde. Jetzt gilt es, diese Chance verantwortungsvoll zu nutzen – gemeinsam, mit Augenmaß und mit dem klaren Ziel, Enzklösterle lebens- und liebenswert weiterzuentwickeln“, so Zenker abschließend.