Frust-Appell der Stadtverwaltung Horb an „Müllferkel“: In der Kernstadt und in einzelnen Stadtteilen wächst der Müll-Ärger und die Sorge vor Ratten und anderen Schädlingen.
Die Vermüllung von Städten ist deutschlandweit ein großes Thema – bekannt auch unter dem Namen „Littering“.
Nun stinkt es der Horber Stadtverwaltung wohl und veröffentlicht eine Pressemitteilung. In der Kernstadt Horb und in einzelnen Stadtteilen gebe es vermehrt Beschwerden über die Müllentsorgung und Mülltrennung sowie zur ordnungsgemäßen Bereitstellung für die einzelnen Abfuhrtermine.
Gelbe Säcke und Ratten
Doch was sind die Probleme im Einzelnen? „Oft werden Mülltonnen und Gelbe Säcke schon Tage vor der Abholung am Straßenrand oder auf Gehwegen abgestellt. Das führt zu Straßenverschmutzungen, Verkehrsbehinderungen und kann Schädlinge wie Ratten anziehen“, schreibt die Stadtverwaltung zunächst und fügt hinzu: „Ratten sind gefährlich, weil sie ansteckende Krankheiten auf Menschen übertragen können.“
Deshalb bittet die Stadtverwaltung Horb, die Mülltonnen und Gelbe Säcke in einem geschlossenen Raum zu lagern und erst kurz vor der Abholung bereitzustellen.
Hausmüll in öffentlichen Mülleimern
Auch werde in letzter Zeit vermehrt in der Kernstadt und in den jeweiligen Stadtteilen festgestellt, dass Hausmüllabfälle von der Bevölkerung in öffentlichen Mülleimern entsorgt werden, was nicht erlaubt ist. Die öffentlichen Mülleimer seien nur für kleine Dinge wie beispielsweise Papiertaschentücher, Zigarettenschachteln und anderem gedacht.
Bei zu viel Hausmüll könne eine größere Restmülltonne beim Abfallwirtschaftsamt des Landratsamts Freudenstadt beantragt oder zusätzliche Restmüllsäcke (Mehrbedarfssäcke), mit einer Füllmenge von 50 Litern, im Horber Bürgerbüro oder in den jeweiligen Ortschaftsverwaltungen gekauft werden. Die Restmüllsäcke können bei der nächsten Restmüllabfuhr bereitgestellt werden.
Die Entsorgung von Leichtverpackungen über den Gelben Sack wird von den Dualen Systemen Deutschland (DSD) organisiert. Im Landkreis Freudenstadt übernimmt das Entsorgungsunternehmen Remondis diese Aufgabe. Die Stadtverwaltung Horb ist dafür primär nicht zuständig und bittet, Beschwerden direkt über die Service-Hotline unter 0800/1 22 32 55 zu melden.
Regeln für den Sperrmüll
Ebenfalls weist die Stadtverwaltung Horb darauf hin, dass die Sperrmüllentsorgung zweimal jährlich stattfindet und der Sperrmüll frühestens am Tag vor der Abholung bereitgestellt werden darf. Pro Haushalt dürfen nur drei Quadratmeter bei der Sperrmüllabholung entsorgt werden. Eine weitere Möglichkeit für die Sperrmüllentsorgung ist die eigenständige Anlieferung an die Entsorgungsanlagen Bengelbruck und Rexingen. Mit einem jährlichen Gutschein können bis zu drei Quadratmeter Sperrmüll kostenlos abgegeben werden. Die Stadtverwaltung Horb bittet abschließend alle, sich an die Regeln zu halten, „um die Umwelt und das Stadtbild zu schützen, das sicherlich im Interesse aller ist“.
Alle Abfuhrtermine für die Kernstadt und die jeweiligen Stadtteile sowie hilfreiche Informationen zur Abfalltrennung gibt es in der Abfall-App oder auf der Website des Abfallwirtschaftsbetriebs Freudenstadt unter www.awb-fds.de.