Seinen Abschiedsgottesdienst gestaltete Pfarrer Peter Schwarz in der evangelisch-lutherischen Christuskirche in Steinen selbst.
Auch wenn die Gemeinde klein ist, was sich auch in der Zahl der Gottesdienstbesucher widerspiegelt, sei doch eine große Fülle spürbar, sagte er bei seinem Abschied. Besucher kommen auch aus anderen Gemeinden, etwa zum Taizé-Gebet oder zu Vernissagen. So wollte sich Schwarz nicht auf den Mangel fixieren, sondern auf die Fülle.
Zum Abschied wurde im Gottesdienst mit dem Abendmahl gefeiert, anschließend traf man sich beim Apéro mit Weißwürsten.
In der Vakanzzeit wird der Pfarrer vertreten
Superintendent João Schmidt nahm die „Entpflichtung“ vor. Gerührt kniete Pfarrer Peter Schwarz vor ihm. Der Superintendent verliert ihn sehr ungern, machte Schmidt deutlich. Der „Pfarrer mit bayerische Gemütlichkeit“ sei eine große Bereicherung für die Gemeinde gewesen. Mit seiner Liebe zur lutherischen Theologie und seiner herzlichen Art gewann er die Herzen der Steinener Gemeinde ebenso wie die seiner Kollegen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden.
Das zeigte auch der Besuch von Pfarrer Stefan Braatz aus Freiburg und Müllheim sowie dessen Vorgängerin Pfarrerin Cornelia Hübner. Beide werden in Steinen Vertretungsgottesdienste während der Vakanzzeit übernehmen.
Würdigung der Verdienste von Pfarrer Schwarz
Auch Pfarrer Christian Rave, der in der Landeskirche im Kleinen Wiesental wirkte, wird weiterhin Gottesdienste halten. Zudem übernehmen Prädikant Per Möckel und Lektor Simon Jördens diese Aufgabe in bewährter Weise.
Der Superintendent sprach Pfarrersfrau Suse Hahn seinen Dank aus für den Verzicht auf ihren Mann während der vergangenen viereinhalb Jahre.
Für den Kirchenvorstand verabschiedete sich Simon Jördens mit einem herzlichen „Tschüss“ und wünschte dem Ehepaar Gottes reichen Segen. Ein berührendes Segenslied sang Frauke Hübscher für den scheidenden Pfarrer.
Bürgermeister Gunther Braun überraschte den Ruheständler mit einem Abschiedsgeschenk und würdigte damit seinen Dienst in Steinen. Im Anschluss gab es ein zünftiges Weißwurstfrühstück und Kaffee und Kuchen – begleitet von vielen guten Gesprächen.
Die evangelisch-lutherische Gemeinde hat bereits die 50-Prozent-Stelle für einen Pfarrer ausgeschrieben.