Eine überarbeitete Variante zum Funktionsgebäude auf dem Geißbühl in Meßstetten wurde dem Technischen Ausschuss vorgelegt. Die Kosten konnten zwar gesenkt werden – restlos zufrieden waren die Ausschussmitglieder aber nicht.
Die Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung der Außensportanlagen auf den „Sportflächen Geißbühl“ wurden im Juli 2024 abgeschlossen. Ursprünglich war geplant, die vorhandene Sporthalle zu sanieren und ein separates Funktionsgebäude für Duschen, Umkleiden und Toiletten zu bauen.
Aber das vorgelegte Konzept von Tobias Eisenbraun, Architekt des Stuttgarter Planungsbüros „Sport concept“, sorgte in der Gemeinderatssitzung im März 2024 für kontroverse Diskussionen.
Drei Varianten – aber keine davon finanziell tragbar
Zur Diskussion standen zu dem Zeitpunkt: Variante eins mit Sanierung der Halle und dem Neubau eines Funktionsgebäudes für Duschen, Umkleiden und Toiletten für 6 990 055 Euro, die Instandsetzung und Erweiterung der bestehenden Halle samt neuem Funktionsgebäude mit 7 971 685 Euro und Variante drei mit Instandsetzung der Halle und Anbau eines minimierten Funktionsgebäudes mit 5,2 Millionen Euro – alle Kosten inklusive.
Langen Gesichtern im Gemeinderat folgte eine eindeutige Meinung: Das können wir uns nicht leisten. „Könnten schon“, sagte damals Bürgermeister Frank Schroft – räumte aber gleichzeitig ein, dass man sehr wohl überlegen müsse, wie man die vorhandenen Gelder zweckmäßig einsetze.
Der Kostenrahmen konnte weiter gesenkt werden
Im Vordergrund müsse die Frage stehen, was Pflichtaufgaben einer Kommune seien und was darüber hinaus wünschenswert und realisierbar sei.
Beschlossen wurde, die Sanierung der Mehrfeldsporthalle zurückzustellen und die Planung eines Funktionsgebäudes für die Außensportanlagen zu forcieren. Daraufhin wurde die „Sport concept“ beauftragt, den Neubau eines Funktionsgebäudes unter Berücksichtigung möglicher Einsparpotenziale zu planen.
Das Ergebnis der überarbeiteten Planung und einen aktualisierten Kostenrahmen für den Neubau mit Umkleiden, Duschen, Geräteräumen und einem Kiosk legte Eisenbraun dem Technischen Ausschuss Meßstetten nun vor. Lag der Kostenrahmen vor der Aktualisierung bei 2 167 170 Euro, konnte diese Summe auf 1 168 175 Euro gesenkt werden.
Fehlender Schulungsraum stößt auf Kritik
Durch die Optimierung der Konzeption und Fortschreibung der Kostenermittlung bezifferte Tobias Eisenbraun die zu erwartenden Honorarkosten auf 177 000 Euro. Nicht ohne zu betonen, dass diese Summe unter dem derzeitig gültigen Honorar-Schwellenwert von 221 000 Euro liege.
Restlos zufrieden waren die Ausschussmitglieder mit dem vorgelegten Konzept allerdings nicht. Alfred Sauter von der Bürgerliste bemängelte das Fehlen eines Schulungsraums, der dringend erforderlich sei. Man könne beispielsweise einen derzeitig geplanten Lagerraum in einen Schulungsraum umgestalten.
Tobias Eisenbraun zeigte sich durchaus offen für eine Lösung; in der Theorie sei das kein Problem. Der Technische Ausschuss beschloss, die Planungen auf Grundlage des überarbeiteten Konzepts bis zur Entwurfsplanung voranzutreiben.
Das letzte Wort hat nun der Meßstetter Gemeinderat
Die Sport concept GmbH wird demnach mit den Planungsleistungen beauftragt. Die Entwurfsplanung wird anschließend wieder dem Technischen Ausschuss vorgelegt – und geht danach weiter zum Baubeschluss in den Meßstetter Gemeinderat.