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Geislingen Wunsch nach mehr Kontrollen durch Blitzer

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Der Blitzer an der Tankstelle überwacht den Verkehr. Foto: Frey

Geislingen - Der Geislinger Geimeinderat entscheidet am Mittwochabend über den vorgeschlagenen Lärmaktionsplan. Eine Säule davon soll die verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung an der Ortsdurchfahrt sein. Seit Montag steht nun tatsächlich ein mobiler Blitzer an der Vorstadtstraße.

Blitzer kommt erst jetzt

Der metallgraue Anhänger mit Infrarot-Blitzgeräten und Kameras in beide Fahrtrichtungen steht nahe der Geislinger Tankstelle und ist schwer zu übersehen. Laut Pressestelle des Landkreises handelt es sich dabei um "eine semistationäre Messanlage (›Geschwindigkeitsmessanhänger‹)". Diese stehe in "dieser Woche auf Wunsch der Stadtverwaltung" in der Ortsdurchfahrt Geislingen. Der Landkreis miete das Gerät regelmäßig wochenweise, um "Schwerpunktkontrollen" durchzuführen. Diese hätten zum Beispiel schon im April an der B 463 auf dem Streckenabschnitt zwischen Steinhofen und Owingen oder in Nusplingen stattgefunden.

Im August aber hätte der Anhänger eigentlich auch in Geislingen stehen und eventuelle Verstöße gegen die geltenden Geschwindigkeitsbestimmungen festhalten sollen: Während der Umleitung von der A 81 bei Empfingen nach Balingen galt in der Sonnenstadt versuchsweise die erlaubte Höchstgeschwindigkeit Tempo 30.

Gemessen sei in dieser Zeit aber nicht worden, haben Geislinger Bürger dem Schwarzwälder Boten berichtet. Am Ortsausgang in Richtung Balingen hätten weiterhin viele Autofahrer wie gehabt hochbeschleunigt.

Sowohl Befürworter als auch Gegner

Genau in dem Bereich steht nun also der "semistationäre" Blitzer. Das erfüllt zum einen den Wunsch mancher Geislinger, die hofften, dass auch nach der Versuchsphase im August gemessen werde.

Zum anderen entspricht das auch der Empfehlung der Geislinger Stadtverwaltung an den Gemeinderat: Dieser solle unter anderem beschließen, "im Rahmen des Lärmaktionsplans (...) die Intensität von Geschwindigkeitsüberwachungen zu erhöhen".

Die allererste Maßnahme zur Lärmminderung auf der Liste ist allerdings die durchgängige Reduzierung des Tempos auf 30 Stundenkilometer in der Ortsdurchfahrt. Diese soll nach dem Beschlussvorschlag zwischen Lidl-Kreisverkehr und Heilig-Kreuz-Kapelle gelten.

Doch der Vorschlag hat unter den Geislingern sowohl Befürworter als auch Gegner gefunden. Während die Unterstützer überzeugt sind, dass langsamerer Durchgangsverkehr auch weniger Krach an der Straße bedeutet, kritisieren andere Bürger, Tempo 30 sei während der Sommerferien getestet worden, als nicht so viel Verkehr im Ort herrschte wie während der Schulzeit. Das verfälsche die Aussagekraft des Versuchs hinsichtlich der tatsächlichen Wirkung auf die Lärmminderung.

Und trotz der geringeren Geschwindigkeit von Autos und Lastern im Ort sei das Einbiegen in die Vorstadtstraße weiterhin schwer gewesen. So habe man beispielsweise an der Kreuzung bei der Kirche St. Ulrich wie gehabt darauf hoffen müssen, dass Fußgänger die Ampel benutzen, wenn man nach links in Richtung Rosenfeld auf die Durchgangsstraße wollte.

Letzteres ist allerdings nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit, sondern auch der künftigen Gestaltung der Vorstadtstraße. Deren Umbau ist Punkt 2 der Maßnahmen des Lärmaktionsplans und wird ebenfalls vom Gemeinderat besprochen werden.

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