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Geislingen Wolkenkinder brauchen Platz

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Fühlen sich wohl im Kindergarten St. Michael: die Kleinen der neuen Gruppe Wolkenkinder und andere junge Besucher der Einrichtung mit Kindergartenleiterin Daniela Hatzenbühler (links), Pfarrer Rudolf Junginger und Gruppenleiterin Linda Rönisch. Foto: Haier Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Dirk Haier

Geislingen. Sonne, Mond und Sterne gibt es schon im Kindergarten St. Michael – als Gruppennamen. Mit den Wolkenkindern ist zum Jahresbeginn eine vierte Gruppe dazugekommen. Der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige steigt, und der Platz wird knapp.

Die Zeiten, in denen Frauen als Rabenmütter verschrien waren, die ihre Kinder früher als andere in die Obhut eines Kindergartens übergaben, sind vorbei. Eindeutig gehe der Trend dahin, dass immer mehr Kinder unter drei Jahre in den Kindergarten gegeben würden, sagt die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Michael in Geislingen, Daniela Hatzenbühler.

Die meisten kämen inzwischen im Alter von zwei Jahren: "Und das ist dann einfach ein Jahrgang mehr." Die Gründe sind also weniger in einer Bevölkerungsexplosion in Geislingen zu sehen, als in der allgemeinen Tendenz, dass Mütter zurück in den Beruf wollen und traditionelle Familienverbünde mit Großeltern als Kleinkindbetreuern in vielen Fällen aufgelöst sind.

Zwei Regelgruppen für Kinder von drei bis sechs Jahre gab es in ihrer Einrichtung bisher sowie eine Kleinkindgruppe für Zwei- bis Dreijährige. Im vergangenen Jahr habe man beim Aufstellen des Gesamtbedarfsplans mit der Stadtverwaltung festgestellt, dass zu wenig Regelplätze zur Verfügung stehen, erklärt Hatzenbühler. Eine der Regelgruppen umfasste 27 Kinder, die Maximalzahl liegt bei 25. In der anderen Regelgruppe waren zwar "nur" 23 Kinder, doch bei dieser handelte es sich um die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, die höchstens 22 Kinder umfassen soll. Deshalb gibt es seit Jahresbeginn eine dritte Regelgruppe, und auch die wird bald gefüllt sein. Sieben Wolkenkinder sind schon da, ab April werden es 15 sein. Dann wird auch die Zahl der Erzieherinnen von sieben auf neun aufgestockt.

Die Stadt habe überlegt, die Zusatzgruppe im städtischen Kindergarten Pusteblume einzurichten, wo es zwei Regel- und eine Kleinkindgruppe gibt, so die Leiterin des Kindergartens St. Michael. Der Umbau dort wäre aber zu teuer gekommen. Also hat der katholische Kindergarten seine Räume neu geordnet. Der bisherige Kreativraum wird nun mitgenutzt. Man muss sich arrangieren: "Was uns eigentlich fehlt, sind die Nebenräume mit Rückzugsmöglichkieten", sagt Hatzenbühler.

Richtig eng könnte es aber werden, wenn ab 2013 nach Maßgabe des Bundes auch Betreuungsplätze für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr geschaffen werden sollen, fürchtet sie. Zudem werde bildungspolitisch angestrebt, die Gruppengrößen von 25 auf 20 Kinder zu verringern.

"Es ist ein Provisorium, keine Dauerlösung", sagt Pfarrer Rudolf Junginger. In seiner Kirchengemeinde, Trägerin des Kindergartens, gibt es schon länger Überlegungen zur Zukunft der Einrichtung: "Zur Debatte steht eine Grundsanierung oder ein Neubau. Wir müssen das in naher Zukunft angehen." Dies sei Verhandlungssache mit übergeordneten Kirchengremien und der Stadt, die einige Zeit in Anspruch nähmen. Ob früher oder später – gebaut werden muss auf jeden Fall: Junginger verweist auf Probleme, die das Flachdach bereite, die Kindergartenleiterin auf die notwendige energetische Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1952.

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