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Geislingen Wenn der Computer fast einschläft

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87 Binsdorfer fordern mit ihren Unterschriften schnelles Internet für die Gemeinde. Foto: Stratenschulte Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Unterschriftenliste mit 87 Unterzeichnern hat die rührige Binsdorferin Alla Bauer Geislingens Bürgermeister Oliver Schmid überreicht. Ihr Anliegen: die digitale Versorgung durch die Telekom, sprich den Breitbandanschluss im Dorf zu verbessern.

Geislingen-Binsdorf. Mit einer Unterschriftenliste setzen sich 87 Binsdorfer Bürger für ein schnelleres Internet im Dorf ein. Die Liste trägt den Titel "Wir sehen die Notwendigkeit eines Breitbandausbaus für die unterversorgten Bereiche (<30 Mbit/s) in Binsdorf". Die Unterzeichner monieren, dass Teile von Binsdorf lediglich eine Breitbandversorgung von 1,5 bis 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) haben. Ein Mbit/s bedeutet, dass 1 000 000 Bit innerhalb einer Sekunde übertragen werden. Binsdorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Weger brachte diesen Vorstoß der Unterzeichner auch in der jüngsten Ortschaftsratssitzung zur Sprache.

Das Problem liegt im Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur begründet. Dieser stellt die Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen in allen Gemeinden in Deutschland dar.

Die magische Grenze liegt dabei bei einer Datengeschwindigkeit von 30 Mbit/s. Denn vor allem in dünn besiedelten Gebieten ist der Breitbandausbau für die Betreiber wenig attraktiv. Liegt die Versorgung unter dieser Grenze, ist es Aufgabe der Kommunen, für ein schnelleres Internet zu sorgen – mit entsprechendem Fördergeld. Weil Geislingen in dieser Hinsicht jedoch kein weißer Fleck auf der Breitband-Landkarte ist, sind der Kommune somit die Hände gebunden.

Das Engagement von Alla Bauer und ihren Mitstreitern wird von der Verwaltung durchaus positiv bewertet. Ortsvorsteher Weger brachte in der Ortschaftsratssitzung seinen Respekt zum Ausdruck, und Sandra Günther, die Breitbandkoordinatorin der Stadt Geislingen, befand gegenüber dem Schwarzwälder Boten: "Ich finde es positiv, dass sich Bürger einbringen."

Dennoch kann die Gemeinde nicht selbst aktiv werden. Was sie hingegen kann, ist die Binsdorfer Schule mit schnellem Internet zu versorgen. Dazu wurde bereits ein Förderantrag gestellt, wann dies jedoch realisiert wird, steht noch in den Sternen.

Wenn die Schule angeschlossen wird, wird auch ein so genannter Point of presence (POP), also ein Übergabepunkt eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen Technikraum oder ein Gebäude, das als Netzknoten fungiert. Von dort aus könnten dann auch andere Häuser versorgt werden, jedoch nur über die bestehenden Kupferleitungen und nicht über Glasfaserverbindungen. Der Nachteil der Kupferleitungen: Je weiter die Entfernung vom POP ist, desto mehr Geschwindigkeit geht verloren.

Aber vielleicht wird ja bald alles gut, denn die Landesregierung hat sich das hehre Ziel gesetzt, Baden-Württemberg bis 2025 flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen.

Dazu wurden seit 2016 insgesamt 413 Millionen Euro investiert. Denn, so sagte Landes-Digitalisierungsminister Thomas Strobl vor zwei Monaten anlässlich der Übergabe von Förderbescheiden für den Breitbandausbau: "Der Breitbandausbau ist das Rückgrat für die erfolgreiche digitale Zukunft in Baden-Württemberg."

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