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Geislingen "Uns gehen die Fördermittel flöten"

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Das Binsdorfer Pfarrhaus muss saniert werden. Allerdings wollen die Mieter nicht ausziehen. Foto: Schnurr

Geislingen-Binsdorf - Das ehemalige Binsdorfer Benediktinerinnenkloster muss dringend saniert werden. Die Zuschüsse sind bewilligt, es kann also losgehen. Nicht ganz: Eine Wohnung im rechten Gebäudeflügel ist noch bewohnt. Die Mieter weigern sich vehement, auszuziehen. Nun wurde ein Rechtsanwalt eingeschaltet.

Die Lage ist verzwickt: Eigentlich sollen die Sanierungsmaßnahmen am ehemaligen Benediktinerinnenkloster im Januar 2021 beginnen. Doch aktuell sieht es damit eher schlecht aus.

Der Grund: Das Gebäude steht nicht leer. Eine der beiden Parteien, die in dem Haus zur Miete wohnten, ist bereits vor drei Jahren ausgezogen, erzählt Kirchenpflegerin Brigitte Wolpert. Doch die andere Partei - ein älteres Ehepaar - möchte partout nicht ausziehen. Sie wohnen bereits seit 2013 in den Räumlichkeiten.

Wird Wohnung nicht frei, gibt es keine Fördergelder

Regina Günzel, Vorsitzende des Binsdorfer Kirchengemeinderats, ist erbost: "Wir haben ihnen bereits im Februar 2019 auf Dezember 2019 gekündigt. Wir haben jetzt noch mal dringlichst mitgeteilt, dass, wenn die Wohnung nicht frei ist, uns die Fördermittel flöten gehen." Laut Günzel würden dem Paar mehrere Angebote für andere Wohnungen vorliegen - diese wurden allerdings allesamt abgelehnt.

Da zum Schutz der Handwerker der Strom abgestellt werden muss, können die Sanierungen im rechten Teil des Gebäudes nicht anlaufen. "Das wäre viel zu gefährlich, da laufen ja Leitungen durch die Wände", sagt Wolpert: Andererseits könnte man die Mieter natürlich nicht einfach auf die Straße setzen. "Als Mieter hat man einfach mehr Rechte als als Vermieter."

Die Kirchengemeinde hat nun in der Sache einen Rechtsanwalt beauftragt. Dieser soll "psychologischen Druck" auf die Mieter ausüben. Geltendes Recht kann er allerdings nicht beugen.

Wenn sich die Mieter nicht unter Druck setzen lassen, "kann er theoretisch auch nichts machen", bedauert Wolpert. Zumindest im linken Teil des historischen Gebäudes kann ab Januar 2021 mit der Sanierung begonnen werden.

Keine Reakton von Mietern

Das beruhigt Brigitte Wolpert nur wenig: "Es ist ziemlich blöd, wenn man nicht alles auf einmal machen kann, immerhin dauert die Sanierung sicherlich mindestens drei Jahre - von der Rückzahlung der Zuschüsse ganz zu schweigen."

Wolpert wünscht sich einfach, dass der Spuk bald ein Ende hat und die Fördermittel - für die sie hart kämpfen mussten - nicht verloren gehen. Auf eine erneute Frist zum Ausziehen gab es von Seiten der Mieter bisher praktisch keine Reaktion. Wolpert dazu: "Bisher haben sie überhaupt nicht reagiert, die stellen sich einfach taub."

Gerne hätten wir die Mieter in dieser Sache auch zu Wort kommen lassen - damit sie ihre Sicht der Dinge darstellen können. Sie waren für eine Stellungnahme aber auch nach mehreren Kontaktversuchen nicht zu erreichen.

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