Glaube: Binsdorfer Förderverein Loreto- und Friedhofskapelle modernisiert die Sitzbänke auf dem Kesselberg
Zuletzt waren die hölzernen Bänke vor der Loretokapelle reichlich brüchig und unansehnlich geworden. Doch rechtzeitig zur diesjährigen Wallfahrt anlässlich Mariä Heimsuchung hat der Förderverein diese erneuert.
Geislingen-Binsdorf. Für Markus Vollmer wird die Wallfahrt am kommenden Sonntag, 8. Juli, eine Premiere: Seit November ist er Vorsitzender des Binsdorfer Fördervereins Loreto- und Friedhofskapelle.
Doch für die meisten Helferinnen und Helfer des Vereins ist die Vorbereitung der Feier weitgehende Routine: Am Dienstag war eine kleine Gruppe auf dem Kesselberg in dem und um das am 17. September 1655 geweihte Kirchlein zugange, um dieses für die Wallfahrt herauszuputzen.
"Ein Reinemachen, ein großer Putztag wie vor jedem Fest" sei das, wie eine der Helferinnen sagte: In der Kapelle muss gekehrt und Staub gewischt werden. Zwischen den Bänken und rund um das Gebäude wird das Gras gemäht und das Unkraut entfernt. Pollen und Spinnennetze weichen dem Besen, und nicht zuletzt muss der Ständer für die Votivkerzen von Wachsresten gesäubert werden.
Noch etwas aufwändiger war die Erneuerung der Sitzbänke vor der Loretokapelle im Frühjahr gewesen. Diese hatte der Verein vor mindestens 15 Jahren dort aufgebaut. Nachdem die alten Holzbretter entfernt waren, haben Mitglieder des Vereins die als Auflageflächen dienenden U-Steine aus Beton umgedreht und neu ausgerichtet.
Mitte Mai hat die Binsdorfer Zimmerei Morgenroth neue Bretter aus Douglasienholz befestigt. Diese sind witterungsbeständig und sollen mindestens so lange wie ihre Vorgänger halten. Vor der Wallfahrt am Sonntag müssen sie nun noch einmal geschliffen werden.
Rund 2000 Euro hat der Förderverein in die Erneuerung gesteckt. Man denke dabei nicht nur an die Wallfahrtsgäste, erklärt der Vorsitzende Vollmer: Die Kapelle werde auch von vielen Spaziergängern und Wanderern besucht, die auf den Bänken sitzend die Ruhe auf Binsdorfs Hausberg genießen.
Wallfahrten hat es schon lange vor der Vereinsgründung 1997 gegeben, wie sich die älteren Binsdorfer erinnern: jedes Jahr am ersten Sonntag nach Mariä Heimsuchung, dem 2. Juli. Damals gab es aber keine Bewirtung nach der Messe – allenfalls Obst und Getränke.
Deutlich größeren Aufwand betreibt heute dagegen der Förderverein: Mehr als 200 Besucher werden erwartet, falls das Wetter trocken und nicht zu heiß ist. Damit diese sich mit Kaffee, Kuchenbüfett und Getränken erfrischen können, stellt der Verein Kühlschränke, Bierbänke und diesmal sogar einen großen Kühlwagen auf den Kesselberg. Dadurch entstehen einige Kosten, wie Vollmer berichtet: Man hoffe, diese durch Kuchenverkauf und Spenden zu decken.
Die Wallfahrtmesse an der Binsdorfer Loretokapelle beginnt am kommenden Sonntag, 8. Juli, um 14 Uhr.