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Geislingen Lesetipps gegen die Langeweile zuhause

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Ein Bild aus normaleren Tagen: Familien mit Kindern nutzen die Geislinger Stadtbücherei sonst am intensivsten.Foto: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

"Zuhause bleiben", lautet die derzeit wichtigste Empfehlung. Damit es daheim nicht langweilig wird, können Kinder und Erwachsene beispielsweise zum Buch greifen. Frauen aus Geislingen geben ihren Mitbürgern Tipps, welche Lektüre sich derzeit besonders anbietet.

Geislingen. "Lesen ist immer wichtig, aber in dieser außergewöhnlichen Zeit ganz besonders", findet Katja Ruoff. "Beim Lesen entsteht ein sehr emotionales Miteinander zwischen Kind und Vorleser", sagt die Leiterin der städtischen Kita "Pusteblume": "Geschichten lassen uns träumen und begleiten uns in die spannendsten, lustigsten, manchmal auch traurigen oder zum Nachdenken anregenden Welten."

Ruoff empfiehlt Familien die "Frieder"-Bücher von Gudrun Mebs: "Sie basieren auf einer einzigartigen Liebe zwischen dem Lausbub Frieder und seiner herzlichen und liebevollen Oma. Die Kinder erkennen sich sicher manchmal wieder. Besonders wichtig finde ich, dass in den Geschichten, egal was der Frieder auch anstellt, die Oma trotz allem Geschimpfe ihren Frieder immer liebt und ihn vor allem immer genau so annimmt, wie er ist."

Diese Empfehlung sprechen auch Tanja Schick, die Leiterin der Kita "Regenbogen" Binsdorf/Erlaheim, und ihr Team aus. Vor allem "Oma, schreit der Frieder" gehöre zu den Klassikern der Kinderbuchliteratur: "Unserer Meinung nach ist es wichtig, sich immer wieder in die Kinder hineinzuversetzen und die kindlichen Späße mitzumachen. Man sollte den Spaß am Leben nie verlieren und stets humorvoll sein."

Die Stadtbücherei im Schloss ist derzeit ebenfalls geschlossen. Die drei Mitarbeiterinnen haben aber dennoch Anregungen, was man derzeit lesen könnte.

Dorothée Schmieg rät zum "Ritter-Rost-Kochbuch, Rezepte und Musik aus der Schrottküche". Jetzt hätten Eltern und Kinder endlich einmal ausgiebig Zeit füreinander, "und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gemeinsames Kochen eine tolle Sache ist."

Bettina Acker schlägt das Wimmelbuch "Die Wilhelma wimmelt" vor. Derzeit sei es nicht möglich, die Wilhelma zu besuchen, doch in diesem Buch könnten die Eltern gemeinsam mit den Kindern den Stuttgarter Zoo vom Sofa aus entdecken.

Yvonne Müller hat bei ihrem Vorschlag "Der zauberhafte Eisladen – Vanille, Erdbeer & Magie" die wärmer werdenden Tage im Blick: "Der Frühling ist da, die Sonne scheint, erste Gedanken an ein leckeres Eis im Freien kommen auf. In diesem Buch genießt man ein Eis, das viel mehr verspricht." Irgendwann haben ja auch die Eisdielen wieder geöffnet.

Angelika Welte hat mehr Zeit zum Lesen, weil die Erlaheimer Kulturscheune die nächsten Veranstaltungen absagen musste. "Für mich habe ich Nicolas Barreau entdeckt", sagt sie: "Zurzeit lese ich ›Die Liebesbriefe von Montmartre‹, einen wunderschönen, zauberhaften Roman. Er passt in den Frühling und ist doch sehr nachdenklich." Den Berlin-Krimi "Die letzte Instanz" von Elisabeth Herrmann genießt sie derzeit als Hörbuch – eine gute Idee für Menschen, die sich gleichzeitig um ihren Haushalt kümmern und gut unterhalten lassen wollen.

"Schnüpperle – 24 Ostergeschichten" hat Daniela Hatzenbühler als Tipp ausgewählt. Die Leiterin des katholischen Familienzentrums St. Michael findet: Wichtig seien gerade derzeit Bräuche und Bekanntes für Kinder: "Die Geschichten von dem kleinen Schnüpperle erzeugen Normalität in einem gerade für Kinder schwer einschätzbaren, neuen Alltag." Sie könnten sorgenfrei mit Schnüpperle auf Ostern warten, auch "weil Ostern ein Zeichen ist, dass es immer weiter geht und Gott uns nicht alleine lässt".

Die Leiterin der Gemeinschaftsschule Kleiner Heuberg, Ute Hausch, sagt dass "Löcher – Die Geheimnisse von Green Lake" von Louis Sachar bei den Schülern gut ankomme. Dieses ist eine Lektüreempfehlung für Jugendliche der Klassen 7 bis 10 und handelt von einem Außenseiter, der einen Schatz findet und einen seit mehr als 100 Jahren auf seiner Familie lastenden Fluch aufhebt.

Ihre Kollegin Stephanie Beilharz empfiehlt auch Schülern ab acht Jahren, die eigentlich nicht so gerne lesen, "Die Schule der magischen Tiere" von Margit Auer. Es ist für Jungen und Mädchen geeignet, und es gibt zahlreiche Nachfolgebände, sodass man lange weiterlesen kann, wenn einen der erste gepackt hat.

Ursula Henzler, die lange Jahre den Binsdorfer Lesekreis organisiert hat, sieht in der momentanen Situation Parallelen zu jener in "Bel Canto" von Ann Patchett: Terroristen nehmen die Gäste einer Geburtstagsparty als Geiseln. Durch die Kraft der Musik kann die unerträgliche Situation gemeistert werden.

 Derzeit ist die Geislinger Stadtbücherei wie alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Frische Lektüre kann man bei vielen Buchhandlungen – etwa Rieger in Balingen – aber weiterhin telefonisch oder auch übers Internet bestellen und sich liefern lassen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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