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Schulgemeinschaft Geislingen Kleiner Heuberg Erster Corona-Fall an der Gemeinschaftsschule

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Schulleiterin Ute Hausch (Bild) und ihr Kollegium haben unlängst Applaus des Elternbeirats dafür erhalten, wie sie in den vergangenen acht Monaten die Gemeinschaftsschule durch die Corona-Zeit gebracht haben. Foto: Schnurr

Der erste bestätigte Corona-Fall ist an der Gemeinschaftsschule Kleiner Heuberg aufgetreten. Acht Monate in der Pandemie lagen da bereits hinter der Rektorin Ute Hausch, ihrem Kollegium und den 198 Schülern. In unserem (SB+)Artikel lesen Sie mehr darüber, wie die Schulgemeinschaft in Geislingen und Rosenfeld bisher durch die Krise gekommen ist.

Geislingen/Rosenfeld - Nachdem seit September überall die Infektionszahlen durch die Decke gehen, ist jetzt erstmals ein Schüler der GMS positiv getestet worden. Die Abwägung zwischen Informationsbedarf und Persönlichkeitsschutz verlangt einen sensiblen Umgang mit diesem Thema: "Die Schüler der jeweiligen Lerngruppe werden informiert, aber wir sprechen nicht über Namen", sagt die Schulleiterin.

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Lehrer waren von Corona bislang nicht betroffen: "Wir sind alle da, und alle sind gesund", sagt Hausch. In den vergangenen Monaten seien lediglich zwei Lehrkräfte vorübergehend in Quarantäne gewesen.

Schulleitung und Kollegen werden gelobt

Bis jetzt ist die Schulgemeinschaft gut durch die Corona-Pandemie gekommen. So gut, dass es zuletzt Beifall dafür gegeben hat, wie das Kollegium diese Herausforderung gemeistert, wie es informiert und alles organisiert hat. In der jüngsten Beiratssitzung Mitte November hätten Eltern dafür applaudiert: "Das macht uns stolz", freut sich Hausch.

Und die Schulleiterin gibt das Lob an ihre engagierten Kolleginnen weiter: "Die knien sich richtig rein." Während der Schulschließung ab März hätten manche Lerngruppenleiter eigenhändig bei den Schülern Arbeitsmaterialien vorbeigebracht.

Lesen Sie auch: Schulaltag funktioniert in Geislingen auch ohne Schule

Auch den durch die Pandemie nötigen Sprung zum digitalen Unterricht hat vor allem die Lehrerschaft gewagt: Als "großes Glück" bezeichnet es Hausch, dass ihr junges Kollegium von vornherein Begeisterungsfähigkeit für neue Medien mitgebracht habe.

Im Umgang mit Technik und digitalen Medien wird profitiert

Die Kolleginnen hätten frühzeitig geprüft, welche technischen Möglichkeiten sich an der Gemeinschaftsschule nutzen lassen. Innerhalb der ersten drei Wochen nach der Schließung habe man die erste Videokonferenz auf die Beine gestellt - das Ergebnis eines Vorstoßes aus Eigeninitiative der Lehrkräfte.

Inzwischen verwendet das Kollegium die Plattform "SchulCloud" zur Kommunikation mittels Computer oder Smartphone. Nun sollen auch die Schüler üben, auf diesem Weg mit ihren Lehrern zu chatten und audiovisuell in Kontakt zu kommen. In einzelnen Lerngruppen hat es dazu bereits "Testnachmittage" von zuhause aus gegeben.

Hausch rechnet damit, dass in den kommenden Wochen und Monaten der Umgang mit Technik und digitalen Medien perfektioniert werde: "Das ist eine ganz große Chance." Von den jetzt gemachten Fortschritten und erlernten Kommunikationswegen werde man auch nach der Krise profitieren.

Derzeit nehmen von 198 Schülern der GMS sechs nicht am Präsenzunterricht teil, weil sie einer Risikogruppe angehören. Das sei immer eine Entscheidung der Eltern, sagt Hausch.

Unterricht so normal wie möglich

Sollte wieder wochenweise wechselnd "Homeschooling" notwendig werden, so sieht die Rektorin die GMS Kleiner Heuberg dafür gut gerüstet: Jüngst wurden mit Geld aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes 18 Laptops gekauft. Solange die Schule nicht komplett geschlossen werden muss, werde man damit auskommen, ist Hausch zuversichtlich.

Klar ist zwar, dass das nicht für alle Gemeinschaftsschüler zwischen fünfter und zehnter Klasse reicht. Aber zumindest werden diejenigen nicht ausgeschlossen, in deren Familien keine geeigneten Geräte für den Fernunterricht bereitstehen. "Wir werden weiter nach Dringlichkeit entscheiden, und die hängt von den jeweils speziellen Situationen der Familien ab", sagt die Schulleiterin zu den Kriterien, nach denen die Schule die Laptops verteilt.

Seit Mitte September läuft der Unterricht in Geislingen und Rosenfeld so normal, wie das unter Einhaltung der Schutzverordnung möglich ist. Der Schulalltag wird nicht mehr nur von Lehrplänen, sondern auch von den Maßnahmen zum Schutz gegen das Corona-Virus bestimmt.

"Wir halten uns zuverlässig an das, was das Gesundheitsamt vorgibt", betont Hausch. Und der Austausch mit den Behören funktioniere bestens: "Wir erhalten sehr gute Unterstützung." Elternabende fanden im Sportbau, Musik- oder Kunstraum statt.

Geislinger Mensa läuft im Schichtbetrieb

Die Hygiene- und Abstandsregeln hätten an der GMS hohe Akzeptanz gefunden, sagt die Rektorin. Neu geltende Vorschriften würden in den Lerngruppen besprochen und bekannt gemacht. Nur selten seien Erinnerungen notwendig, etwa dass die Maske auch nach dem Pausenvesper wieder aufgesetzt werden muss.

Apropos Vesper: Die Geislinger Mensa läuft im Schichtbetrieb. "Das ist Hochleistung, was das Mensateam erbringt", dankt Hausch den dortigen Mitarbeiterinnen.

5000 Mund-Nasen-Bedeckungen hat die GMS vom Land erhalten - für die Lehrkräfte und für den Fall, dass Schüler einmal ihre Maske zu Hause vergessen. Beide Bürgermeister haben auch zugesagt, bei Bedarf kurzfristig weitere Masken und Desinfektionsmittel zu beschaffen.

Auf dem Pausenhof gebe es klar definierte Bereiche, in denen lediglich die Lerngruppen zusammensein dürfen. Das musste auch bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt werden. Die Pausenaufsichten kennen die meisten Schüler namentlich und wissen, wer in welche Klasse geht.

Mehr Personal- und Zeitaufwand erfordere die Kontrolle dieser "Kohortenregelung" natürlich trotzdem: "Ich bin froh, dass das bei uns so gut klappt." Das gelte auch für den Standort Rosenfeld, wo nicht nur Gemeinschafts- und Grundschule wie in Geislingen, sondern auch das Progymnasium strikt voneinander getrennt arbeiten müssen.

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