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Geislingen Kitas bleiben mit Einschränkungen offen

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Das ist vorerst passé: In den Kindergärten, wie hier in der Kita Pusteblume (großes Bild), dürfen bis auf weiteres wegen des Corona-Risikos die Gruppen nicht mehr zusammenkommen. Die Kinder des Naturkindergartens am Schopflenwald dürften am wenigsten von den Einschränkungen mitbekommen: Ausflüge in die Umgebung sind weiterhin erlaubt (kleines Bild, links). Auch die Kita Regenbogen in Erlaheim darf weiter geöffnet bleiben (kleines Bild, rechts).Archivfotos: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Anders als im Frühjahr sollen die Kindertagesstätten auch während des seit Anfang November geltenden Teil-Lockdowns geöffnet bleiben. In den städtischen Kitas in Geislingen mischt sich die Erleichterung darüber mit Bedauern, weil gewohnte Abläufe und Konzepte teilweise nicht möglich sind.

Geislingen. Katja Ruoff, die Leiterin der Kindertagesstätte Pusteblume und des Waldkindergartens Schopflenwald, beschreibt, was bereits seit Verhängung der Pandemie­stufe 3 am 19. Oktober erforderlich ist: In der Kita Pusteblume dürfen die Kinder nicht mehr aus ihrer eigenen Gruppe in eine andere wechseln.

"Somit sind leider keine gruppenübergreifenden Angebote mehr möglich", bedauert Ruoff. Die Kinder würden das gemeinsame Spielen mit ihren Freunden aus anderen Gruppen vermissen. Und dem pädagogischen Team fehlten die Zusammenarbeit und der sonst enge, kollegiale Austausch untereinander.

"Wir haben konzeptionell jedoch so umgestellt, dass wir so viele Angebote wie möglich in den jeweiligen Gruppen möglich machen." Das Martinsfest am heutigen Mittwoch wird beispielsweise in den jeweiligen Gruppen gefeiert. Eltern, Geschwister, Verwandte und andere Geislinger dürfen 2020 leider nicht dabei sein (siehe Artikel auf dieser Seite).

Ebensowenig kann die Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum St. Michael und der Grundschule am Schlossgarten im Rahmen des "Bildungshauses Wonderfitz" in diesem Jahr stattfinden. Und auch die Schachfreunde dürfen derzeit nicht in die Kita kommen. "Wir freuen uns jedoch, dass die Kooperation mit unserer Kooperationslehrerin der Grundschule am Schlossgarten weiterhin möglich ist."

Die Kita Pusteblume versuche, im Rahmen des Hygienekonzepts so viel Normalität wie möglich zu erhalten. "So haben wir unsere Funktionsbereiche wieder in allen Gruppen angesiedelt. Naturtage und auch unsere Bewegungsvormittage in der Schulturnhalle sind möglich."

Insgesamt überwiegt für Katja Ruoff die Erleichterung, dass die Situation eine andere ist als im Frühjahr, als bis auf eine Notbetreuung die Kinder wochenlang zu Hause bleiben mussten: "Grundsätzlich sind wir sehr froh, dass die Kitas nicht vom Lockdown betroffen sind und wir täglich für die Kinder und ihre Familien da sein können."

Sehr ähnlich sieht das Tanja Schick, die Leiterin der Kindertagesstätte Regenbogen Binsdorf/Erlaheim: "Wir sind sehr froh, dass die Kitas geöffnet bleiben und unsere Kinder die Einrichtung besuchen dürfen", sagt sie. "Das gibt nicht nur unseren Kindern Struktur und Halt in ihrem Alltag, sondern entlastet zugleich viele Eltern, die aufgrund des Teil-Lockdowns vermutlich verstärkt zuhause im Homeoffice tätig sind."

Wie in der "Pusteblume" konnte ab Ende Oktober auch in der Kita Regenbogen das bisherige Konzept mit offenen Gruppen nicht weitergeführt werden. "Daraufhin wurden unsere Funktionsräume zu festen Gruppenräumen umfunktioniert und die Gruppen neu eingeteilt", berichtet Schick. So gehen nun alle Vorschüler in eine Gruppe, was es erleichtere, die Kooperation mit der Grundschule in den Alltag zu integrieren.

Die getrennten Gruppen begegnen sich nicht: Jeder Gruppe sind eigene Toiletten und Waschbecken zugeordnet, so dass keine Vermischung stattfindet.

"Das strenge Kohortenprinzip bedeutet zugleich einen größeren personellen Aufwand", geht die Regenbogen-Leiterin auf organisatorische Herausforderungen ein: Die Erzieherinnen sind fest einer Gruppe zugeordnet.

Diese feste Struktur hätte die Kinder anfangs gefordert. "Mittlerweile haben sich alle gut an die neue Situation gewöhnt, auch wenn es nach wie vor schwierig ist, anderen Kindern und Kollegen im Alltag nicht zu begegnen", sagt Schick. Die Betreuungseinrichtung lebe schließlich seit jeher vom herzlichen Mitein­ander.

"Auch unser Garten in Binsdorf teilt sich in drei Teile auf", berichtet Schick weiter. Es habe sich als "wertvoll" erwiesen, dass der Spielbereich im Garten vergrößert worden ist.

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