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Geislingen Keine Reichtümer im "Goldloch"

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Ein Loch im Hang zeigt noch die Stelle, wo sich der Herrscher über Geislingen vor gut 200 Jahren Reichtum erhoffte. Foto: Schnurr Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Wolf-Ulrich Schnurr

Geislingen. Ende des 17. Jahrhunderts herrschte an der Gemarkungsgrenze zwischen Geislingen und Erlaheim ein paar Jahre ein kleiner Goldrausch: Auf der Suche nach dem wertvollen Erz wurde dort ein langer Stollen gegraben.

Unweit der Erlaheimer Sandgrube, südöstlich der Anhöhe Dattenbol, war man bei Grabungen auf eine Bodenschicht gestoßen, die glitzerndes Erz enthielt: Gold, vermutete die Grafenfamilie Stauffenberg, die seit 1762 über Geislingen herrschte und aus ihrem Besitz neue Einkünfte erhoffte.

In den Hang hinein in Richtung Westen wurde deshalb ein langer Stollen getrieben, eine Unterkunft für die Bergarbeiter und ein Schmelzofen errichtet. Nur: Echtes Gold fand sich dort nie, lediglich Pyrit, auch Katzen- oder Narrengold genannt. Nach einigen Jahren vergeblicher Arbeit wurde der Betrieb des Stollens wieder eingestellt.

Die "Goldgrube" oder das "Goldloch" soll im Frühjahr 1800 Ortskundigen als Versteck vor der französischen Rheinarmee gedient haben, die unter Jean Moreau durch die vorderösterreichischen Territorien zog und bei Meßkirch die habsburgischen Truppen unter Paul Kray besiegte. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde der Stollen dann vor allem als Versteck für Wildererbeute genutzt, während er zusehends verfiel.

Heute kann das Loch nur noch auf Knien "betreten" werden. Die Höhlung lockt Neugierige an, ist aber bereits nach wenigen Metern gesperrt. Der einstige Lockruf des Goldes ist schon lange verstummt.

u Wie kommt man dorthin? Von Erlaheim aus die Bolstraße entlang Richtung Osten, bis zum Ortseingang und dann am Feldkreuz Bol vorbei. Nach 350 Metern halblinks in Richtung Wald abbiegen. Auf dem Waldweg in weitem Bogen um den Dattenbol sanft talabwärts bis zum Weg am Mildersbach. Das "Goldloch" findet sich rechter Hand, ein paar Schritte vom Weg, am Fuß des Abhangs.

Koordinaten: Y: 8 Grad 48 Minuten 192 Sekunden; X: 48 Grad 18 Minuten 425 Sekunden

 
 

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