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Geislingen Gemeinsames Lernen im Bildungshaus

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Sie freuen sich auf den Wissensaustausch: Die Geislinger Vorschulkinder vom Kindergarten St. Michael und die Zweitklässler der Schlossparkschule. Foto: Deregowski Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Renate Deregowski

Geislingen. Für Kindergartenkinder und Zweitklässler war gestern ein besonderer Tag. Innerhalb einer Lernpartnerschaft im Bildungshaus verbrachten sie gemeinsam den Nachmittag. Im "Lernatlas" der Bertelsmann Stiftung erhält der Zollernalbkreis gute Noten.

Im Schulhof stellten sich die die "Bärengruppe" vom Kindergarten St. Michael und die Zweitklässler der Schlossparkschule im Kreis auf und begrüßten sich mit einem Lied. Grundschullehrer Eberhard Schädle-Horn hieß die "wonderfitzigen" Kinder willkommen.

"Wonderfitz", so heißt seit neuestem das seit Oktober bestehende Bildungshaus, gab Schädle-Horn gestern bekannt. Seit Oktober werden innerhalb dieses Konzepts Kindergarten- und Schulkinder in vier Gruppen aufgeteilt und einmal im Monat zum gemeinsamen Lernen angeregt.

Gestern fand bereits zum zweiten Mal der lehrreiche Austausch statt. Vor einem Monat hatten sich die Kinder getroffen und sich unter Anleitung ihrer Lehrer und Betreuerinnen an das Thema "Blätter und Laub" gewagt. Gestern vertieften sie sich ins Thema und setzten das Gelernte musisch und rhythmisch als Tanztheater um.

Bisher befindet sich das Projekt in der ersten Phase und damit an der Schule. In einem weiteren Schritt ist angedacht, das Ganze auch in den Kindergarten zu verlegen und auszuweiten, erklärte Kindergartenleiterin Daniela Hatzenbühler. Was bisher die Vorschulkinder und die zweite Klasse umfasst, soll nach und nach in der Schule auf die höheren Klassen und im Kindergarten auf die unteren Gruppen ausgedehnt werden.

Einseitige Weitergabe von Wissen sei aber nicht die Idee hinter dem Projekt, sondern der gegenseitige Austausch und das Einbringen eines jeden Kindes, betonte Schädle- Horn. In vier Gruppen, die jeweils aus Schülern und Kindergartenkindern bestehen, soll somit regelmäßig ein "fruchtbarer Boden" für kindgerechtes Wissen entstehen. Für Themenfindung und Organisation sind jeweils vier Lehrer sowie vier Erzieherinnen zusätzlich zu ihrem täglichen Pensum zuständig. Von der Schlossparkschule sind das Renate Fischer, Annika Knoll, Imgard Kleinschrot sowie Bernhard Schädle-Horn. Vom Kindergarten sind Gabi Schweizer, Sigrid Edelmann, Sabine Müller sowie Daniela Hatzenbühler im Einsatz.

Die Finanzierung übernehmen beim Kindergarten die Träger, bei der Schule das Land. "Bisher", erklärt Schädle-Horn, "sind zwei Jahre Förderung fest zugesagt."

Dass zum erfolgreichen und lebenslangen Lernen mehr gehört als klassische Wissensvermittlung, bestätigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung mit Sitz in Gütersloh. Der daraus entstandene "deutschen Lernatlas" zeigt Lernbedingungen in den bundesweit 412 Kreisen und kreisfreien Städten.

Um Vergleichbarkeit zu schaffen, wurden die Städte und Kreise sechs verschiedenen Regionstypen zugeordent. Der Zollernalbkreis erzielte im dabei mit einem Wert von 59,56 einen 17. Rang in der Reihe der "Kreise im verdichteten Umland". Die Indexzahlen reichen dabei von zehn für die schlechtesten Lernbedingungen, bis 70 für die besten.

Betrachtet und bewertet wurden vier sogenannte "Lerndimensionen". Diese umfassen schulisches, berufliches, soziales und persönliches Lernen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschlands Lernhauptstädte und beste Lernregionen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen liegen. Baden-württembergische Kreise und kreisfreie Städte schneiden im bundesweiten Vergleich so gut ab, dass der schlechteste baden-württembergische Vertreter in allen Regionstypen immer noch über dem Durchschnitt liegt.

Weitere Informationen: www.bertelsmann-stiftung.de

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