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Geislingen Frühlingswetter beim Winteraustreiben

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Fasnetsbutz, Bauern und Strohbär: Die "Alt-Beisdorfer Fasnet" führt den Binsdorfer Umzug an.Fotos: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Für richtige Narren ist es viel zu warm gewesen. Denn die Fasnet soll ja eigentlich den Winter austreiben. Doch der traute sich am Sonntag nicht nach Binsdorf: Der dortige Umzug schlängelte sich bei Sonnenschein und Frühlingstemperaturen durch den kleinen Ort.

Geislingen-Binsdorf. Vorneweg, ganz traditionell, stapfte der Strohbär der "Alt-Beisdorfer Fasnet", in dem diesmal Karlheinz Bauer steckte und schwitzte. Umringt war dieser von den alten Figuren wie Fasnetsbutz und Bauer, die teilweise fast 250 Jahre Tradition verkörpern.

Sie, wie auch alle anderen, mehr als 20 teilnehmenden Zünfte und Gruppen, begrüßte Peter Fröhlich. Er hatte vom Sitzungssaal im ersten Stock des Rathauses einen guten Überblick über die Scharen Kostümierter, die auf der Turmstraße vorüberschritten, -tanzten und -spazierten.

Nicht zuletzt war da die gastgebende Zunft mit Elferrat, Stadthexen und Holzhutzeln. Letztere bestaunte eine auswärtige Zuschauerin begeistert als "Birnenleute", "zugleich sympathisch und ein wenig unheimlich".

Stark vertreten war das nahe Erlaheim, obwohl Peter Fröhlich den neuen Zunftmeister Matthias Zirkel beim Narrenbaumstellen am Vormittag vermisst hatte: Ob der Bus aus Erlaheim Verspätung gehabt habe?, spekulierte der Binsdorfer Sprecher.

Oachberg-Hexa stapeln sich zur fünfstöckigen Pyramide empor

Zirkel konnte da gut mitlachen: Waren die in drei langen, dichten Reihen mit tief tönendem Gschell marschierenden Hexsauter in diesem Jahr doch eine der zahlenmäßig stärksten Gruppen. 60 oder 70 der Hästräger brachte die Erlaheimer Zunft nach Binsdorf.

Auf ihre Weise ebenso imposant zeigten sich die Erlamer Oachberg-Hexa: Sie räucherten die Straße vor dem Binsdorfer Rathaus erst grün ein und stapelten sich dann zu einer fünfstöckigen Hexenpyramide empor, vor welcher sich die Einzelfigur des Vereins in Pose warf, der Deifel.

Die Ehre der Kernstadt Geislingen hielten, recht weit hinten im Umzug, die Riedbachhexen hoch. Auch bei ihnen fehlte die menschliche Pyramide vor dem Rathaus nicht.

Dass die Geislinger Zunft nicht dabei war, ist nicht verwunderlich: Sie hatte tags zuvor mit der Prunksitzung die zweite Großveranstaltung in ihrem Jubiläumsjahr über die Bühne gebracht. Die einheimischen Teilnehmer – darunter Aktive aller drei Geislinger Musikvereine – sowie viele weitere Narren aus der näheren und weiteren Umgebung freuten sich darüber, dass bei Sonnenschein etliche Zuschauer die Strecke des Umzugs flankierten. Dieser mag nicht der größte im Zollernalbkreis sein, ist aber einer derjenigen, deren Besuch sich wegen seiner angenehmen Atmosphäre auch für Auswärtige lohnt.

Freie Gruppe erinnert an die "Lehner"-Rettung vor wenigen Wochen

Auch ein paar freie Gruppen bereicherten die Veranstaltung und wurden mit "Narri, Narro!"-Rufen begrüßt. Einen sehenswerten Bezug zum aktuellen Geschehen in der Region zeigten etwa jene Fasnetsfreunde, die einen übergroßen Bierkasten auf Rollen gestellt hatten und durch die Straße schoben: "Lehner Rettungsanker" stand darauf und alle Beteiligten waren als Bierflaschen verkleidet – eine Erinnerung an die nur wenige Wochen zurückliegende Rettung der Rosenfelder Brauerei durch örtliche Unternehmer, auch aus Binsdorf.

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