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Geislingen Empörung über Defizit aus dem Wald

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Das Holz-Nasslager im Stunzachtal wird für 50 000 Euro saniert. 40 000 davon zahlt das Land.Foto: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Jahre, in denen der Wald Städten und Gemeinden Geld einbrachte, sind vorbei. Auch Geislingen muss mit einem Defizit rechnen. Das hat Forstamtsleiter Christian Beck im Gemeinderat vorgerechnet.

Geislingen. Der Waldhaushalt 2021 weist laut Beck bei Einnahmen von 157 000 Euro und Ausgaben in Höhe von 233 000 Euro ein Minus von 76 000 Euro aus. Nach seinen Angaben verursacht die Holzernte Kosten von 101 000 Euro, so dass nur 35 800 Euro an Gewinn bleiben. Für Kulturen seien Ausgaben von 5000 Euro eingeplant, für die Bestandspflege 12 600 Euro und für die Erschließung 18 000 Euro. Satte 60 700 Euro verursachten Verwaltungskosten für Nichtstaatswald. Hingegen bringen technische Dienstleistungen 10 000 Euro in die Kasse, so Beck.

Schuld am finanziellen Debakel ist laut Beck die Masse an Käfer- und Dürreholz, die den Markt überschwemmt und die Preise in den Keller gedrückt hat. Geplant sei ein Einschlag von 3900 Festmetern, "wir könnten auch 5000 holen", so Beck. Allenfalls mit Holz hoher Qualität lässt sich nach seinen Angaben wieder Geld verdienen.

Beck gab auch Zahlen für 2020 bekannt. Geplant gewesen seien 4000 Festmeter Einschlag. Die "zufällige Nutzung" durch Dürre und Borkenkäfer bezifferte er mit 85 Prozent. Somit sei der Erlös unter Plan: Statt 180 000 Euro würden voraussichtlich 100 000 Euro erzielt.

Regelrecht empört zeigte sich Stadtrat Hans-Jürgen Weger: "Wie kann man mit minus 76 000 Euro planen?" Damit könne er "nicht ansatzweise zufrieden" sein.

Er forderte von Beck, das Defizit zu verringern. Dieser versprach, das Zahlenwerk nochmals durchzugehen und einige Posten zu reduzieren. Sollte der Holzpreis wieder steigen, könne das Minus kleiner ausfallen oder der Haushalt ausgeglichen sein. Bürgermeister Oliver Schmid riet dazu, "die Nerven zu behalten".

Das 1990 eingerichtete Nasslager im Stunzachtal wird für 50  000 Euro saniert. Die wasserrechtliche Genehmigung läuft zum Jahresende aus. Laut Beck gibt es eine Förderung vom Land in Höhe von 40 000 Euro, so dass die Stadt Geislingen lediglich 10 000 Euro beisteuern muss. Soviel kostet eine Pumpe, die ersetzt werden muss.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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