Fotos: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Umbau des Warnberghofs schreitet voran

Einen "Hühnerstall mit Einblick" baut die Warnberghof GbR derzeit bei Binsdorf. Kurz vor dem ersten Schnee ist bereits das Dach über der künftigen Schau- und Produktionsanlage errichtet worden.

Geislingen-Binsdorf. Rund um den Hof herrscht in diesen Tage geschäftiges Treiben: Laster fahren Füll- und Baumerial an, ein Bagger schaufelt Kies, in einer Halle surrt eine Bohrmaschine.

Nebenan werden Verpackungen per Gabelstapler in die ehemalige Scheune gebracht. Denn nach Ostern ist Weihnachten dank des Gebäcks die zweite Hauptgeschäftszeit für Eier produzierende Betriebe wie den Steine­furthof der Familie Hölle.

"Wir liegen im Zeitplan", sagt Matthias Hölle. Zusammen mit seinem Sohn Tobias leitet er die GbR, die die neue Nutzung des ehemaligen Schweinestalls als Hühnerhof vorantreibt (wir haben berichtet).

In dieser Woche ist auf dem Kleinen Heuberg der erste Schnee gefallen und liegen geblieben. Somit war es eine Punktlandung, dass am Nikolaustag das Dach geschlossen wurde, nachdem rechtzeitig auch die Zimmererarbeiten abgeschlossen waren.

Mittlerweile sind auch die Fenster eingesetzt, sodass im Inneren weitergearbeitet werden kann. Die Handwerker gäben sich alle Mühe, sagt Hölle, obwohl sie derzeit nicht über Arbeitsmangel klagen müssen.

Doch auch alle Mitarbeiter der Firma packen mit an, nicht zuletzt um unvorhergesehen anfallende Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen, um den Baufortschritt sicherzustellen. Auf seinen Sohn Tobias, den "Hauptakteur", ist Hölle besonders stolz. Der junge Mit-Geschäftsführer bringe das große Projekt "Schauhühnerstalle" voran – man kann vermuten, dass er eines Tages den elterlichen Betrieb komplett übernehmen wird.

Das Fundament für die Eierbrücke steht, die Bauteile für diese liegen bereit. Auf dieser sollen ab dem Frühjahr die tierischen Produkte zum Verpacken über die Straße zum Steinefurthof transportiert werden. Bevor das soweit ist, muss die Konstruktion aber noch aufgestellt und von einem Prüfstatiker abgenommen werden.

Was ebenfalls noch fehlt, ist eine Betonstützwand zur Straße hin. Hinter jener wird die barrierefreie Zugangsrampe zum neuen Eingang des Schauhühnerhofs hinauf führen. Von zwei Ebenen aus können Interessierte dann in den Stall blicken. Im Obergeschoss gibt es einen Besucherraum mit Glasfront.

Doch der neue Warnberghof wird nicht nur zur Schau da sein: Mitte Februar kommen 6000 junge Legehennen nach Binsdorf. Rechtzeitig zu Ostern kann damit das Eierlegen im neuen Hühnerstall beginnen.

Wohl ab Mai können die ersten Besuchergruppen kommen. Bis dahin sollen auch die Grünanlagen rund um den Schaustall fertig sein, und natürlich die Sanitäranlagen, ohne die es nicht geht. Für die wird neben dem Stall eigens eine Kleinkläranlage gebaut.