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Geislingen Digitalisierung steht über allem

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In den kommenden zwei Jahren soll in Binsdorf eine Grund-Infrastruktur für schnelleres Internet entstehen. Fotos: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Hans-Jürgen Weger hat im September seine vierte Amtszeit als Binsdorfer Ortsvorsteher angetreten. Für die kommenden fünf Jahre hat der 62-Jährige sich einiges vorgenommen.

Geislingen-Binsdorf. Über allem stehe das Thema Digitalisierung: In den Jahren 2020 und 2021 solle in Binsdorf dafür eine Grund-Infrastruktur geschaffen werden – "das ist zukunftsweisend". Dazu zählt Weger einen Internet-Knotenpunkt (PoP) hinter dem Rathaus sowie den Anschluss der Grundschule.

Das Problem aus seiner Sicht: Die Vorgaben des Gesetzgebers für die Grundversorgung seien "eine Katastrophe". Die Mindestgeschwindigkeit von vier Megabit pro Sekunde seien zu wenig und würden in Binsdorf bereits flächendecken erreicht. Dabei seien gerade für das Gewerbe höhere Raten notwendig.

Für die Gesamtstadt Geislingen sieht Weger eine andere Situation als in den vergangenen Jahren: Man habe jetzt 13 Millionen Euro in die Modernisierung des Schulzentrums investiert. "Jetzt müssen wir den Haushalt konsolidieren."

Dessen ungeachtet müsse man "Geld vergraben" und Maßnahmen umsetzen, mit denen man nicht glänzen könne. So sind beispielsweise in Binsdorf viele Abwasserkanäle marode und müssen erneuert werden.

Manche älteren Straßen sind ebenfalls sanierungsbedürftig, etwa die Beundgasse. Deren unterer Teil, zwischen Turm- und Plettenbergstraße, soll 2020 für geschätzt 400 000 Euro gerichtet werden. Diese Arbeiten stehen mit oberster Priorität auf den Anmeldungen des Ortschaftsrats für den Haushaltsplan 2020.

Darauf findet sich auch die Einführung einer neuen Bestattungsform auf dem Binsdorfer Friedhof: Das Urnengrabfeld soll spätestens 2021 erweitert und für teilanonyme Beisetzungen ausgewiesen werden. Da alte Sarggräber abgeräumt werden und Flächen frei werden, ist keine Vergrößerung des Friedhofs erforderlich.

Erweitert werden soll hingegen das Binsdorfer Gewerbegebiet mit der Ausweisung des "Flachslands" – eine Investition von geschätzt 150 000 Euro. Derzeit liefen Gespräche über den letzten Grundstückskauf, berichtet der Ortsvorsteher. Das erste Unternehmen soll schon 2021 bauen können. Eine "interessante Interessentenliste" liege bereits vor, sagt Weger.

Beim Thema Wohnbau ist man in Binsdorf hingegen wieder fast auf Null: Nachdem sich die Stadt und ein Grundstücksbesitzer nicht einig wurden, sind die bereits weit fortgeschrittenen Pläne für das Neubaugebiet "Obere Breite" geplatzt.

Nachfrage nach Bauplätzen bestehe, sagt der Ortsvorsteher, aber selbst Einheimische kämen nicht zum Zug. Dabei brauche man Bauplätze, um den Bevölkerungsstand zu halten und die Infrastruktur zu sichern. Doch über leerstehende Gebäude im Ort könne man nicht einfach so verfügen. "Ich habe Ideen, aber noch keine Lösung."

Zumindest die Situation bei Mietwohnungen soll sich verbessern: Auf dem Gelände des abgerissenen Lehrerhauses in der Beethovenstraße könnten bis zu sechs Partien entstehen – ein Investor vorausgesetzt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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