Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Geislingen Diebstahl und Gewalt auf Binsdorfer Pausenhof

Von
Über die Probleme, die einzelne Kinder an der Grundschule in Binsdorf machen, spricht niemand offen. Foto: Schnurr

Geislingen-Binsdorf - Schon eine Weile gibt es an der Binsdorfer Grundschule Ärger mit einzelnen Familien, deren Kinder sich nicht an Regeln halten. Offen sprechen will darüber kaum jemand, aber das Problem ist im Ort bekannt.

Binsdorf ist seit 2015 Außenstelle der Geislinger Grundschule. Fünf Lehrkräfte unterrichten dort derzeit 49 Kinder in altersgemischten Klassen.

Diebstahl, Beleidigungen und Gewalt auf dem Pausenhof

Ein Problem ist die Lautstärke im Unterricht. Diese wird zumindest teilweise von der beengten räumlichen Situation im Schulhaus bedingt.

Die Lehrerin Kerstin Frank beschrieb den Gremiumsmitgliedern in der jüngsten Ortschaftsratssitzung, dass diese durch schalldämmende Maßnahmen besser geworden sei. Für den jahrgangsgetrennten Unterricht in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik benötige man aber eigentlich vier Klassenräume, habe jedoch nur dreieinhalb zur Verfügung - einen provisorisch abgetrennten Teil des Flurs vor dem Probenraum der Stadtkapelle mitgezählt.

Doch damit nicht genug: Albert Eberhart (Freie Wählervereinigung) nahm den Schulbericht von Frank und Rektorin Melanie Ott zum Anlass, nachzuhaken: Von Eltern kämen Klagen, dass es an der Grundschule "massiven Ärger" gebe. Sein Fraktionskollege Gerhard Mozer präzisierte das: Ihm sei von Beleidigungen gegen Lehrkräfte, Diebstählen und Gewalt auf dem Pausenhof berichtet worden - "es geht zur Sache", so sein Eindruck.

Bereits im alten Jahr ist das im Ort Thema gewesen: Von Kindern, die sich gravierend daneben benähmen, Eltern, die schriftliche Ermahnungen der Schule wegen solchen Fehlverhaltens ignorierten, und Hinweisen darauf, dass einzelne Kinder nicht altersgerechte Computerspiele spielten, war damals zu hören.

Schulsozialarbeiterin soll Situation entspannen

Doch Binsdorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Weger intervenierte: Der Ärger an der Schule stehe auf der nichtöffentlichen Tagesordnung und solle auch daher nicht öffentlich diskutiert werden. Zwar fand Mozer, man solle das sehr wohl tun - ohne Namen zu nennen, natürlich -, denn gerüchteweise gingen die Delikte ja bis zur Körperverletzung. Gesprochen wurde über die bestehenden Probleme dann aber tatsächlich noch gut eine Stunde unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Im Lauf dieses Jahres soll die Geislinger Grundschule am Schlossgarten mit der Außenstelle Binsdorf eine eigene Schulsozialarbeiterin bekommen. Das ist nichts Ungewöhnliches, sondern in vielen größeren Gemeinden längst Standard und dürfte dazu beitragen, die Situation in Binsdorf zu entspannen.

Unklar ist allerdings bislang, wann die Stelle tatsächlich besetzt wird. Dieses Verfahren wird vermutlich erst der neue Hauptsamtsleiter Christian Volk in die Hand nehmen, der im März im Rathaus anfängt.

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.