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Geislingen CDU-Fraktion für mehr Bannwälder

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Bannwälder werden nicht bewirtschaftet: Alte Bäume bleiben dort liegen, wohin sie fallen. Foto: Schnurr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Fraktion der CDU im Geislinger Gemeinderat, unterstützt vom Gemeinderatsmitglied der Grünen, setzt sich dafür ein, dass im Geislinger Forst zusätzliche Bannwälder geschaffen werden.

Geislingen. Bereits in der Septembersitzung hat der CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Pauli den Antrag gestellt, die Stadt- und Forstverwaltung sollten gemeinsam prüfen, wo und in welchem Umfang es sinnvoll wäre, weitere Bannwälder auszuweisen. Vor einer möglichen Entscheidung, so Pauli, könnten im Rahmen einer Waldbegehung mit dem Gemeinderat Vor- und Nachteile einer solchen Maßnahme besprochen werden. ­

Bannwälder oder Naturreservate sind Waldgebiete, die sich ohne menschliche Einflüsse entwickeln. Durch ihren hohen Anteil an Alt- und Totholz bieten sie insbesondere gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Derzeit sind vom baden-württembergischen Landesforstbetrieb ForstBW 109 Bannwälder mit einer Fläche von rund 6800 Hektar ausgewiesen.

In Geislingen könnte noch mehr Fläche hinzukommen, wenn es nach Pauli und dem CDU-Stadtverband geht: "Generell sehen wir das als einen möglichen zusätzlichen Beitrag für die Klimastadt Geislingen in unserem Gesamtportfolio an Maßnahmen, der darüber hinaus auf dem kommunalen Ökokonto anrechenbar ist." Im Kern gehe es darum, den Wald mehr zu schützen und in seiner Gesamtheit älter werden zu lassen.

Skeptisch steht der Fraktionssprecher dem Anlegen weiterer "Waldstraßen" gegenüber: "Auf einem Weg wächst nun mal kein Baum." Rückegassen und Fahrwege sind zur Bewirtschaftung des Waldes notwendig, damit der Abtransport gefällter Bäume unkompliziert möglich ist. "Dafür wird aber meines Erachtens zuviel kaputt gemacht." In Bannwäldern findet hingegen in der Regel keine Holzernte statt.

Für Pauli ist "der Erhalt der Natur ein originäres Wesensthema einer konservativen Partei". Das werde leider in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

Der Zeitpunkt sei günstig, sich über die Ausweisung weiterer Bannwälder in Geislingen Gedanken zu machen: Erstens sei noch unklar, welche Baumarten sich in den nächsten Jahren halten werden können, zweitens sei der Holzpreis "am Boden".

Die Geislinger Stadtverwaltung und Revierförster Wolfgang Heiz haben den Antrag der CDU bereits aufgegriffen: Am 8. Novemer soll es einen Waldbegang des Gemeinderats mit Mitarbeitern des Forstamts geben.

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