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Geislingen Binsdorf: Brandursache weiter unklar

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Ein Bild der Verwüstung: Die verbogenen Metallteile lassen erahnen, wie stark das Feuer in der Lagerhalle der Thomas-Preuhs-Holding gewütet hat. Foto: Engelhardt

Geislingen-Binsdorf - Die Untersuchungen nach dem Großbrand bei der Thomas-Preuhs-Holding dauern an. Am Dienstag sind LKA-Mitarbeiter vor Ort gewesen, die Brandursache ist aber weiterhin nicht geklärt. Für Firmenchef Thomas Preuhs und seine Mitarbeiter heißt es nach vorne schauen.

Der 3. Januar 2018 wird sicherlich noch eine ganze Zeit nachhallen, für Chef und Mitarbeiter der Thomas-Preuhs-Holding (TOP), für die Einsatzkräfte und für die Binsdorfer. "Ich bin sehr dankbar für den hohen Einsatz, den die Feuerwehrleute und Rettungskräfte gezeigt haben, das persönliche Risiko, das sie bei den schwierigen Bedingungen eingegangen sind", sagt Thomas Preuhs. Der Firmenchef hatte seinen Urlaub nach der Feuermeldung sofort abgebrochen, war zurück ins Schwabenland geeilt und noch im Laufe des Vormittags vor Ort. "Aufgrund des Orkans wurde das Feuer immer wieder neu angefacht, eine schwierige Situation, aber die Einsatzkräfte haben einen echt tollen Job gemacht", so Preuhs.

Die Ermittlungen zu der Brandursache dauern immer noch an, Kriminalpolizei und Gutachter haben unter anderem die Brandruine bereits ausgiebig unter die Lupe genommen, Chemiker haben Proben genommen und ausgewertet. Die gute Nachricht: "Weder für die Bevölkerung noch für die Mitarbeiter besteht ein gesundheitliches Risiko." Am Dienstag waren zudem Mitarbeiter des Landeskriminalamts vor Ort. Wann die Ermittlungen abgeschlossen seien und der Abschlussbericht vorliege, sei ungewiss. "Die Ungewissheit über die Brandursache wiegt natürlich schwer", so der Firmenchef. An Spekulationen möchte er sich nicht beteiligen, auch wenn es bereits erste Hinweise gebe, was sich vielleicht zugetragen haben könnte.

Durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehr konnte das Feuer auf die Lagerhalle begrenzt werden, die direkt angeschlossenen Büro- und Produktionsgebäude blieben weitgehend verschont. "Wir hatten praktisch keine Wasserschäden, unsere Brandschutzmaßnahmen inklusive der Brandschutzwand haben sich bewährt." So konnten 130 Arbeitsplätze bei der Holding und bei Solare Datensysteme gerettet werden.

Der Schaden, der zuerst auf fünf Millionen Euro geschätzt wurde, wird aber deutlich höher ausfallen. "Genaue Zahlen können wir noch nicht nennen, wir gehen aber von sieben bis acht Millionen Euro aus", sagt Preuhs. Neben dem eigentlichen Brandschaden kämen noch Kosten für Schäden an Inventar, Gebäude und der Fotovoltaikanlage.

Seit dem Wochenende sind 60 Mitarbeiter einer Reinigungsfirma am Werk, um alle Räume gründlich zu säubern. Auch Malerarbeiten sind angelaufen. Betroffen sind die Büros der Firmen Solare Datensysteme und der Holding. Derzeit haben viele Mitarbeiter Zwangsurlaub. Die Produktion soll in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden und in 14 Tagen wieder zu 100 Prozent laufen. Die Produktionsräume benötigen unter anderem einen neuen Zugang.

"Die Mitarbeiter sind sehr verständnisvoll, viele haben sich bereits an den Lösch- und Aufräumarbeiten beteiligt", erzählt Preuhs und ergänzt: "Ich bin stolz, so eine Truppe zu haben." Aber auch Hilfe von anderen Unternehmern und aus der Bevölkerung habe er bekommen. Eine Task Force aus zehn Mitarbeitern koordiniert nun die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten.

Doch erst wenn die Brandruine freigegeben ist, können Abriss und Wiederaufbau in Angriff genommen werden. Erste sehr optimistische Schätzung: 2018 soll die neue Lagerhalle stehen. Und die ist auch nötig, denn die Auftragsbücher seien voll, so Preuhs, der mit seinen Firmen – abgesehen vom Brand – positiv ins neue Jahr gestartet ist. "Zum Glück konnten wir alle Serverdaten komplett retten."

 
 

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