Sara Schäfer ist dreifache deutsche Meisterin. Foto: Kraushaar

Die Simmozheimerin Sara Schäfer wird bei der deutschen Gehörlosen-Meisterschaft in Coburg dreifache deutsche Meisterin. Eine vierte Goldmedaille verpasst sie nur um Haaresbreite.

Die Sportschützin Sara Schäfer durfte sich bei den 63. deutschen Gehörlosen-Meisterschaften im Sportschießen im bayerischen Coburg gleich über vier Medaillen freuen. „Bis auf das Liegendschießen sind alle Starts sehr gut gelaufen“, freute sich Schäfer über drei Goldmedaillen – im Kleinkaliber-Dreistellungskampf mit guten 560 Ringen, auf der 100-Meter-Distanz mit 289 von 300 möglichen Ringen und auf der 50-Meter-Distanz mit 273 Ringen. Es hätte sogar fast eine vierte Goldmedaille mit dem Luftgewehr gereicht. Am Ende ihres 60-Schuss-Programms fehlte ihr jedoch mit 607,0:606,9 im Vergleich mit Sabrina Eckert (GSV München) nur ein Zehntel.

 

Rekord eingestellt

Den Kontrast dazu erlebte die gebürtige Simmozheimerin beim Stehendschießen auf der 100-Meter-Distanz. Glück und Pech liegen in der Spitze des Schießsports ganz dicht beieinander, in der Regel im Millimeterbereich. So lag Schäfer nach zwei Dritteln des Wettkampfes noch zwei Ringe hinter Nataliia Shykina (GSV München) zurück, um dann mit einer ganz starken 98er-Schlussserie und einem Ring Vorsprung den deutschen Rekord einzustellen.

Die Ergebnisse von Coburg wurden parallel als erste Qualifikation für die Gehörlosen-EM im September in Serbien gewertet. Die zweite Qualifikationsrunde findet Ende Juni statt.

Schäfer, die beim Schützenverein Simmozheim großgeworden war und einst im Kader der Simmozheimer Zweitliga-Mannschaft gestanden hatte, geht zum einen beim Deutschen Schützenverband im Kreis Böblingen/Calw/Leonberg an den Start, beim Deutschen Gehörlosen-Verband für den GSV Karlsruhe.