Das Straßenbauamt sichert mit der Maßnahme die Landesstraße zwischen Blumberg und Epfenhofen. Parallel dazu finden auch Baumfällarbeiten statt. Dieser Auftrag ist auch für den Kapo nicht alltäglich.
Mit einem Kraftakt wurde der Wildwuchs von Gebüschen und Sträuchern links und rechts der gesperrten Landesstraße 214 zwischen Blumberg und Epfenhofen, im Volksmund auch Wanne genannt, während der letzten Tage in Verantwortung des Straßenbauamts Donaueschingen beseitigt.
Gleichzeitig rodete eine externe Firma aus Blumberg-Randen im mittleren Bereich dieser Strecke ein umfangreiches Waldstück. Zahlreiche Bäume mussten aus Sicherheitsgründen weichen. Auf einer Fläche rund etwa 200 mal 50 Metern wurden sämtliche Bäume gefällt. Viele waren auch vom Borkenkäfer befallen.
Kolonne im Einsatz
Für die Arbeiten am Straßenrand war eine Kolonne der Straßenmeisterei Hüfingen mit großem Gerät im Einsatz. Für den Kolonnenführer Sebastian Schnaitter sind die Arbeiten gut angelaufen. „Wir konnten rechtzeitig beginnen und die geplanten Maßnahmen gingen zügig voran“, zeigte er sich mit dem Einsatz seiner Truppe zufrieden. „Man sieht, dass hier schon lange nichts mehr bearbeitet worden ist“, stellte er außerdem fest.
Bis zu fünf Meter hoch
Seine eingespielten Kräfte gingen fachmännisch zu Werke und die wuchernden Büsche und Sträucher, die eine Höhe von bis zu fünf Meter erreicht hatten, mussten unter Einsatz der nötigen Geräte weichen. Zuerst wurde das Gehölz fast zum Boden abgesägt. Dann folgte der eingesetzte Schlepper, der die Hölzer mit seiner Gabel aufnahm und direkt in die laufende Häckselmaschine beförderte. Ein eindrucksvoller, schneller Prozess, und der Fahrer im Führerhaus bewies sich als wahrer Meister seines Faches. Punktgenau wurden die abgesägten Hölzer aufgenommen und zur sofortigen Verarbeitung transportiert.
Auch für den Kapo nicht alltäglich
Für den Kapo Sebastian Schnaitter, der seit 25 Jahren bei der Straßenmeisterei beschäftigt ist, kommt ein Auftrag in dieser Größenordnung nicht alle Tage vor. „Bei den tief hängenden Büschen muss man gerade wegen des Winters einem Schneebruch vorbeugen“, so Schnaitter. „Für den Verkehr spielen auch die Lichtraumprofile eine Sicherheitsrolle.“ Aber nicht nur wegen der Fahrzeuge, sondern auch für die allgemeine Sicherheit sind diese Arbeiten wichtig.
Straßenränder eingeebnet
Das Tempo, welches seine Arbeiter vorlegten, zeugte von einem eingespielten Team mit großer Erfahrung. Im gleichen Vorgang wurden auch die Straßenränder mit einem Bagger abgetragen und eingeebnet. Nach Schätzungen wurden in den vergangenen 15 Jahren keine vergleichbaren Arbeiten auf dieser Strecke vorgenommen.
Die Baumfällarbeiten konzentrierten sich auf einen Hang auf der rechten Straßenseite, wenn man Richtung Epfenhofen fährt. Sie wurden zeitgleich ausgeführt. Aufgrund der Straßensperrung für die Gehölzarbeiten bot es sich an, diese Maßnahme parallel zu erledigen. „Wenn eine Straße wie die L 214 voll gesperrt wird, ist es günstig, dass forstliche Arbeiten im gleichen Zeitraum in Absprache mit der Forstverwaltung stattfinden“, wurde betont.
Zügig vorangekommen
So haben in diesem Bereich entlang der L 214 die Stadt Blumberg und ein Privatwaldbesitzer Fällarbeiten ausgeführt. Gleich mit drei Schlepptraktoren und größerem personellem Aufwand wurde von der beauftragten Firma diese Maßnahme zügig vorangebracht. Zielsetzung war eine Freigabe der Landesstraße noch am Freitagmittag.
Panorama-Strecke
Kurvenreich
Die kurvenreiche L 214 zwischen Blumberg und Epfenhofen spart für den Personenverkehr Richtung Waldshut und Oberrhein einiges an Zeit. Besonders vom Frühjahr bis Sommer gibt es auf diesem Streckenabschnitt ein hohes Fahrzeugaufkommen. Etwa in der Mitte der steil abfallenden Strecke wird auch ein ausgewiesener kleiner Parkplatz gerne als Ausblick auf die Sauschwänzlebahn genutzt. Man hat das große Epfenhofener Viadukt, auch Kommental-Viadukt genannt, direkt vor Augen und dieser Standpunkt ist für viele Hobbyfotografen der Platz für einen ganz besonderen Schnappschuss. Allerdings ist diese Route nicht ganz ungefährlich. Regelmäßige Unfälle, besonders in früheren Jahren, sind die Kehrseite dieser oft zu schnell befahrenen Landesstraße.