Vor seinem 400. Bundesliga-Spiel: Matthias Ginter vom SC Freiburg. Foto: dpa/Silas Stein

Dass Werder Bremen am Samstag mit einem neuen Trainer zum SC Freiburg kommt, kann dessen Coach Julian Schuster – aus der Ferne – nicht wirklich nachvollziehen.

Das schnelllebige „Geschäft Fußball“ ist in Freiburg vielleicht einen kleinen Ticken langsamer. Für personelle Schnellschüsse ist der SC Freiburg nicht bekannt – weder auf dem Feld, noch an der Seitenlinie. Beim kommenden Gegner, dem SV Werder Bremen, dagegen musste zuletzt Chefcoach Horst Steffen gehen.

 

Für dessen Trainerkollegen Julian Schuster – aus der Ferne betrachtet – nicht nachvollziehbar: „Das, was ich im Spiel sehe, erweckt für mich nicht den Eindruck, dass man den Trainer wechseln muss“, sagte Schuster am Freitag vor dem Spiel gegen Bremen am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Das Drumherum könne er jedoch nicht beurteilen.

Steffens Nachfolger, den ehemaligen HSV- und Düsseldorf-Trainer Daniel Thioune kennt Schuster nicht persönlich – und hat dennoch eine hohe Meinung von ihm. „Was ich sagen kann, ist, dass er sehr angenehm rüberkommt“, sagt der SC-Coach über sein Gegenüber von Samstag. Für den Neu-Bremer wird die Partie im Europa-Park-Stadion zu einer Premiere: Noch nie stand der 51-Jährige in der Bundesliga an der Seitenlinie.

Statistik spricht klar für den SC Freiburg

Ein Blick in die Statistik offenbar: Die Aufgabe in Freiburg dürfte schwierig werden. Aus gleich zwei Gründen: Im eigenen Stadion hat der Sport-Club letztmals am ersten Spieltag gegen Augsburg verloren (Schuster: „Wir fühlen uns zu Hause sehr, sehr wohl“), außerdem sind die Bremer in der jüngeren Vergangenheit so etwas wie ein SC-Lieblingsgegner. Sechs der vergangenen sieben Duelle gewannen die Breisgauer, unter Schuster kassierte man gar noch kein Gegentor gegen die Norddeutschen. An diese Serie möchte der SC Freiburg, der zudem Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Stuttgart betreiben will, anknüpfen.

Ginters Debüt ist bis heute vielen im Gedächtnis

Vor ausverkauftem Haus dürfte dabei Innenverteidiger Matthias Ginter aller Voraussicht nach ein Jubiläum feiern. Das Spiel gegen Bremen wäre sein 400. Spiel in der Liga. Sein Debüt unter dem damals neuen Trainer Christian Streich ist bis heute vielen im Gedächtnis: Als gerade 18-Jähriger wurde Ginter gegen Augsburg eingewechselt – und traf kurz vor Schluss zum 1:0-Sieg für den SC Freiburg.

Daniel Thioune ist seit dieser Woche Trainer von Werder Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Gegen Bremen wird Ginter aller Voraussicht nach in der Startelf stehen. Und einen klaren Wunsch für das Spiel äußerte er gegenüber dem Portal Transfermarkt.de ebenfalls: „Auf jeden Fall einen Sieg und ein Zu-null-Spiel.“