Beamte waren am Karfreitag – in der Tuning- und Posingszene auch als „Car-Freitag“ bekannt – präsidiumsweit mit Kontrollen aufgemotzter Fahrzeuge beschäftigt. (Symbolfoto) Foto: Felix Kästle/dpa

Mit Kontrollen ist das Polizeipräsidium Offenburg am Karfreitag in der Region gegen die Tuning- und Poserszene vorgegangen – und wurde mehrfach fündig.

Ziel der Kontrollen war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere gegen illegale technische Veränderungen an Fahrzeugen sowie verkehrsgefährdendes Verhalten vorzugehen, teilt die Polizei mit.

 

So kontrollieren die Einsatzkräfte insgesamt 83 Fahrzeuge, vorwiegend Autos sowie einige motorisierte Zweiräder, ein Wohnmobil und einen Lkw. Dabei ergaben sich unter anderem folgende Beanstandungen: Von den 83 Kontrollierten waren im Bereich Ettenheimer Ortsteil Altdorf und Offenburg 25 Fahrzeuge nicht vorschriftsmäßig in Betrieb genommen. Die Polizei musste aus diesem Grund bei zehn Fahrzeugen sogar die Weiterfahrt untersagen.

Zudem waren im nördlichen Präsidiumsbereich vier Verkehrsteilnehmer in Rastatt, Baden-Baden und Gaggenau unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen mit ihren Fahrzeugen unterwegs. Weiter zählten die Polizisten diverse Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung insbesondere gegen die Gurtpflicht, das Telefonieren am Steuer und bei fünf Fahrern aus Ettenheim, Altdorf und Achern war die Lautstärke ihrer Fahrzeuge höher als erlaubt. Ein Kind wurde unerlaubterweise auf einem E-Scooter mitgenommen und es gab drei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Ein Fahrer muss zusehen, wie sein Sport-Coupe abgeschleppt wird

Manche der Kontrollierten gerieten sogar mehrmals in den Fokus der Experten. Ein Autofahrer musste bei der Kontrolle zusehen, wie sein getuntes Audi Sport-Coupe sichergestellt und durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert wurde. Grund war eine unerlaubte Leistungssteigerung des Wagens auf mehr als 800 PS.

Die mobilen Kontrollen im Stadtkreis Baden-Baden, Ortenaukreis und im Landkreis Rastatt fanden von Mittag bis in die Abendstunden statt. Die Polizei weist darauf hin, dass Verstöße gegen die Verkehrssicherheit konsequent verfolgt werden. Neben Bußgeldern können je nach Verstoß auch Punkte im Fahreignungsregister, Fahrverbote sowie Strafanzeigen die Folge sein. Darüber hinaus können Kosten für Gutachten und die Wiedererlangung der Betriebserlaubnis entstehen.

Posing, illegales Tuning und verbotene Kraftfahrzeugrennen stellen laut Polizei nicht nur erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmenden dar, sondern beeinträchtigen auch durch Lärm und rücksichtslose Fahrweise das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Die Polizei wird auch künftig, neben der täglichen Verkehrsüberwachung, gezielte Kontrollaktionen planen.