In unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Gedenktafel für die Altensteiger Corona-Toten auf dem Altensteiger Rathausplatz haben Eltern Kinderschuhe drapiert, um ihrer "Forderung nach Wiederherstellung von Freiheit" Ausdruck zu verleihen. Foto: Stadler

Landesweit deponieren um ihre Kinder besorgte Eltern derzeit Schuhe an öffentlichen Plätzen als Protestzeichen gegen die geltende Maskenpflicht für Grundschüler während des Unterrichts. Auch vor dem Altensteiger Rathaus wurden Schuhe abgestellt.

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Altensteig - Bei der "Aktion Kinderschuhe" bringen Eltern ihren Unmut über coronabedingte Maßnahmen zum Ausdruck. Sie wollen damit, so der Text eines begleitenden Flugblatts, ihre "Forderung nach Wiederherstellung von Freiheit" untermauern.

Die Schuhe wurden vor dem Altensteiger Bürgerhaus direkt neben einer Holzstele drapiert, die auf die Altensteiger Corona-Toten hinweist und diese betrauert. Sie werden flankiert von Plakaten, die Schulen ohne Masken und ohne Tests fordern. "Wir bekommen keine Luft" ist da ebenso zu lesen wie "Lasst uns frei" oder "Lasst uns in Ruhe", "Wir sind keine Monster und keine Bazillenschleudern" sowie "Geiselhaft" und "gestohlene Zukunft".

Die Stadt Altensteig nimmt diese Form der Meinungsäußerung und des Protestes im öffentlichen Raum – ohne dafür namentlich Verantwortung zu übernehmen – hin. Die abgelegten Schuhe, so Altensteigs Bürgermeister Gerhard Feeß, dürfen noch bis zum Gründonnerstag an Ort und Stelle verbleiben. Dann werden sie, sofern ihre Besitzer sie nicht wieder eingesammelt haben, von der Stadt entfernt und nach einer 14-tägigen Aufbewahrungszeit entsorgt.

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