Starke Quote: Tim Nothdurft traf beim souveränen Sieg des HBW sechsmal ins Schwarze. Foto: Eibner

Handball: Bürkle-Team überzeugt beim 27:20. "Stolz darauf, wie die Mannschaft hier aufgetreten ist."

"Auswärtssieg, Auswärtssieg", sangen die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten am Samstagabend mal wieder, als sie in der Lübbecker Kreissporthalle freudig im Kreis hüpften. Mit 27:20 (15:10) hatte sie zuvor GWD Minden bezwungen.

Der HBW meldete sich mit einer eindrucksvollen Leistung aus der WM-Pause zurück, schlug zum ersten Mal in dieser Saison einen direkten Mitkonkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt und verließ mit dem vierten Auswärtssieg der Spielzeit die Abstiegsplätze.

"Ich bin super zufrieden und extrem stolz darauf, wie die Mannschaft hier aufgetreten ist", sagte HBW-Trainer Jens Bürkle nach einem Match, in dem sein Team von Beginn an voll da war. Bis zum 6:6 (11. Minute) bewegten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Bei Minden führte Nationalspieler Juri Knorr zunächst stark Regie, die Gäste aber dominierten das Tempo auf dem Parkett, weil sie in der Defensive wesentlich besser zupackten als die Ostwestfalen und in Mike Jensen einen Bomben-Keeper zwischen den Pfosten hatten, der den Vergleich der Torhüter am Ende deutlich für sich entschied.

Als Knorr für zwei Minuten rausmusste, trafen Fabian Wiederstein und Tim Nothdurft per Konter für den HBW (8:6/13.). Noch hielt GWD-Rückraumshooter Christoffer Rambo die Grün-Weißen in Schlagdistanz. Nach dessen 9:10 aber machte Jensen die Hütte dicht, und vorne packten Schoch (3), Wiederstein und Gregor Thomann für die Schwaben – sie leisteten sich in der ersten Hälfte nicht einen technischen Fehler – noch Tore drauf: 15:9 (25.). Knorr verkürzte zum 10:15 (26.), danach aber gelang beiden Teams kein Treffer mehr.

GWD steigerte sich im zweiten Abschnitt in der Abwehr und antwortete auf James Junior Scotts 16:10 mit Toren von Kevin Gulliksen und Christia Zeitz. Ärgerlich für die Gäste: Der überzeugende Blitz-Neuzugang Kristian Beciri kassierte für einen Gesichtstreffer gegen Doruk Pehlivan die Rote Karte, und Pehlivan selbst traf in Überzahl zum 13:16 (34.).

Das Momentum schien nun auf die Seite der Mindener zu wechseln. Aber der HBW zeigte sich wenig beeindruckt. Thomann und Vladan Lipovina netzten umgehend für die Schwaben ein (18:13/37.), und weil Jensen weiterhin stark parierte, hielten sie ihren Vorsprung nicht nur (20:15/44.), sondern sie legten weiter nach. Nothdurft – mit sechs Toren erfolgreichster HBW-Schütze – traf zum 22:15 (46.), und als der Balinger Linksaußen das 26:17 markiert hatte, war acht Minuten vor Schluss der Deckel drauf. Angesichts der hohen Führung ließ das Bürkle-Team nun zwar die letzte Konsequenz vermissen, gewann aber souverän mit 27:20.

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