Fast so groß und schwer wie ein Huhn ist „Mondain“ – diese Tauben werden in Peterzell ohne Netz und doppelten Boden gezeigt. Zwar können sie ein bisschen fliegen, tun es aber höchst ungern. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Zur „wohl bundesweit größten Tauben-Volieren-Schau“ hatte der Geflügelzuchtverein in die Mehrzweckhalle nach Peterzell am Wochenende eingeladen.

Die hoch infektiöse Vogelgrippe mit Stallpflicht hatte den Geflügelzüchtern aus St. Georgen und Umgebung immer wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch in diesem Jahr fand die beliebte Schau in der Peterzeller Mehrzweckhalle am 17. und 18. Januar dennoch statt.

 

„Es ist wohl bundesweit die größte Tauben-Volierenschau“, betonte Berthold Nock dazu. Zwar gebe es wesentliche größere von der Anzahl der Tiere, die würden aber in der Regel zumeist paarweise in Käfigen gezeigt. In der Bergstadt wurden sie zumindest in Gruppen und oft auch in den selbst gebauten Volieren gezeigt. So gab es einen Taubenturm oder ein Schwarzwaldhaus vor dem die schwerste Taubenrasse, die Mondain, präsentiert wurde. Diese Tauben fliegen kaum, da sie einfach zu schwer sind.

Diese Ausstellung genießt auch unter Nicht-Fachbesuchern einen sehr guten Ruf. „Etwa 25 Züchter zeigen hier mehr als 250 sehr schöne Tiere“, schwärmte Nock.

Handzahm sind die Streicheltiere: junge Zicklein mögen es, von Kindern verwöhnt zu werden. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Selbstverständlich gab es auch wieder einen Streichelzoo für die kleinen Besucher wo sie mit jungen Zicklein schmusen konnten, dazu gab es wieder Bastelarbeiten bereit, die Kinder dann auch mitnehmen durften: Nistkästen für Wildvögel oder „Grasköpfe“ standen hoch im Kurs. daheim kalt bleiben, ist sich Nock sicher. Und viele Besucher kamen auch wegen des ausgezeichneten Essens – speziell am Sonntag war die Halle „ausverkauft“. Der Verein sei sehr zufrieden, freute sich der Vorsitzende.

Die ganze Vielfalt der Taubenrassen wird in Peterzell gezeigt – hier die „Lockentaube. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Tauben dürfen trotz Geflügelpest ausgestellt werden, weil sie epidemiologisch keine Rolle bei der Ausbreitung spielen – auch bei einer Infektion scheiden sie das Virus nur in geringsten Mengen aus, somit sei eine Weiterverbreitung unwahrscheinlich. Sie gelten daher als sogenannte „Sackgassenwirte“.

Preise wurden in diesem Jahr nicht vergeben, doch zeichnete der Verein die fünf schönsten Volieren aus: Steffen Schneider, zweimal Michael Nock, Hans-Martin Müller und Adrian Nock zeigten diese.