Vereinsvorsitzender Alexander Zinell (rechts) zeichnet bei der Lokalschau die Züchter und Jungzüchter Dina Haberer (von links), Sascha Streit, Mina Matosoglu, Julia Stricker, Oswald Kammerer und Lotta Emmering für starke Leistungen mit Preisen und Pokalen aus. Foto: Lothar Herzog

Mittagstisch, Glücksrad und Tombola waren ausverkauft, zahlreiche Besucher strömten in die Halle: Die Lokalschau des Geflügelzuchtvereins Schramberg war ein voller Erfolg.

Beim Geflügelzuchtverein Schramberg und Umgebung hat sich durch den starken Mitgliederzuwachs in den vergangenen Jahren einiges verändert.

 

Von der einstigen Züchtergarde sind mit Siegfried Zinell, Berthold Kuner, Oswald Kammerer und Vorsitzender Alexander Zinell nur noch vier Züchter übrig geblieben. Dies hatte Auswirkungen auf die Lokalschau in der Festhalle. „Wir haben jetzt nicht mehr ganz so viele Tiere bei der Ausstellung und auch das Niveau der Qualität ist etwas gesunken. Das wird sich aber bald wieder ändern, denn neue Züchter müssen erst noch Erfahrungen sammeln“, ist der Vorsitzende zuversichtlich.

Mehr Vielfalt durch neue Züchter

Vor allem profitiert der Verein vom Mitgliederzuwachs bei der Bewirtung, wo ein engagiertes junges Team sich um das Wohl der Besucher kümmerte, wie der Vereinschef bei der Siegerehrung lobend hervorhob. Zum Guten geändert hat sich bereits die Vielfalt der zur Schau gestellten Tiere. Durch die Neulinge werden andere Geflügelrassen gezüchtet und ausgestellt.

Beispielsweise Cemani-Hühner und -Hähne von Julian Wagner, Christian Schnell und Angelina Talman-Gros, die neben ihrem schwarz und grün schimmerndem Federkleid auch durch ihre schwarze Haut und Kamm auffallen. Diese aus dem indonesischen Raum stammende Rasse darf von sich behaupten, einzigartig zu sein.

Ein paar Käfige weiter krähten wildfarbige Seidenhühner um die Gunst der Betrachter, während das deutsche Sperber-Huhn mit einer Legeleistung von 180 Eiern punktet. In der Gattung der Wassergeflügel braucht sich die Sachsenente dem in der Regel bunteren Männchen (Erpel) nicht zu verstecken.

Liebevoll gestaltete Volieren als Blickfang

Aufgewertet wurde die Ausstellung durch mit viel Liebe zum Detail hergerichtete Voliere. Die schönsten hatten Julia Stricker (Moderne Englische Zwerghühner) und Dina Haberer (Eulenbarthühner) aufgebaut und wurden dafür bei der Siegerehrung ausgezeichnet.

Der Wanderpokal des „Champion“ für das beste Tier der Schau wechselte erneut den Besitzer. Alexander Zinell musste die Trophäe an Sascha Streit abgeben, der mit Vorwerkhuhn siegte. Einen Landesverbandsehrenpreis (LVE) erhielten Lorenz Heim (Sachsenente) und Oswald Kammerer (Appenzeller Barthuhn). Mit je einem Pokal ausgezeichnet wurden die Jugendzüchter Mina Matosoglu (Zwerg-Strupphahn) und Lotta Emmering (Hühnermix). Vereinsmeister in der Sparte Wassergeflügel/Zwerghühner wurde Lorenz Heim, der mit seinen Sachsenenten 378 Punkte erzielte. In der Kategorie Hühner lag Sascha Streit (Vorwerkhühner) mit 382 Punkten ganz vorn und den Titel in der Gattung Tauben sicherte sich Alexander Zinell (Süddeutsche Schnippe) mit 473 Punkten. in der Gesamtleistung aller ausgestellter Tiere siege Maylin Wießler mit 1387 Punkten vor Tamara Vossler (1284) und Lorenz Heim (1232).