Wegen erhöhter Brandgefahr gilt derzeit ein Rauchverbot im Wald. Auch Grillen im Freien ist nicht erlaubt.
Jeder Funke könnte einen Brand auslösen, der Waldbrandgefahrenindex liegt derzeit bei 4, also der vorletzten Stufe. Das heißt, es besteht eine hohe Brandgefahr, die Stufe 5 ist noch mal eine Steigerung, die Gefahr eines Brandes gilt als sehr hoch.
Auch in und um Weil am Rhein ist die Wald- und Vegetationsbrandgefahr derzeit groß, wie die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung schreibt. Trockenheit und Sonne verschärften die Lage, weshalb die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger deshalb eindringlich bittet, auf das Grillen in der freien Natur zu verzichten.
Im Wald herrscht zudem ein Rauchverbot, weil schon kleinste Funken oder Glutreste Brände auslösen könnten. Das Rechts- und Ordnungsamt und die Feuerwehr Weil am Rhein machen deutlich, dass Grillen und offenes Feuer auch an ausgewiesenen, öffentlich genehmigten Feuerstellen zu unterlassen ist. Provisorische Feuerstellen sind dagegen strikt untersagt.
Auf keinen Fall sollte offenes Feuer in Waldnähe entzündet werden. Funkenflug kann bereits ausreichen, um trockene Äste oder Laub zu entzünden. Aber nicht nur das Grillen an sich bedarf in diesen Tagen besonderer Aufmerksamkeit, unbedingt zu beachten sind auch, dass Kohle und Feuerreste vollständig mit Wasser gelöscht und abgekühlt sein müssen, bevor sie entsorgt beziehungsweise „allein zurückgelassen“ werden.
Übrigens: Starke Rauchentwicklung kann auf beginnenden Funkenflug hindeuten und sollte schnell unterbunden werden, heißt es in der Mitteilung.
Bei einem Notfall, bei einem entstehenden oder vermuteten Brand also, sollte sofort der Ort des Geschehens verlassen und unverzüglich die Feuerwehr über 112 alarmiert werden. Eigene Löschversuche sollten nur dann unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht, hält Gerold Engler von der Feuerwehr Weil am Rhein fest.
Trockene Luftmasse zieht weiterhin Feuchtigkeit aus dem Boden
Wie Meteorologen erklären, werde es in den kommenden Tagen zwar eher etwas kühler, doch die reinkommende trockene Luftmasse ziehe weitere Feuchtigkeit aus dem Boden. Die Sonne und die teils hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage hat die Lage bereits verschärft, heißt es.
„Die meisten Brände werden von Menschen ausgelöst. Weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder Grillplätze in Waldnähe sind die häufigsten Ursachen für Waldbrände“, weiß Engler.
Brände auslösen könnten darüber hinaus heiße Katalysatoren von Autos auf trockenem Gras. Deshalb sollte auch das Parken auf Grünflächen vermieden werden. Die Feuerwehr appelliert zudem an die Bevölkerung, Wald- und Feldwege stets für Rettungsfahrzeuge frei zu halten.