Die sanierte Gedenktafel für die Geschwister Heine wurde nun offiziell eingeweiht und gesegnet – und das im Beisein eines Nachkommens der Familie Heine.
Michael Heine war in Lauterbach, um Gespräche für die Verwendung von Geldern aus der Heine-Stiftung zu führen. Diese sind für den Betrieb der Kindergärten von hoher Bedeutung.
Der Besuch des Nachkommen des Lauterbacher Ehrenbürgers Ferdinand Heine – er war der Großonkel von Michael Heine – wurde zum Anlass genommen, die Weihe der Tafel vorzunehmen.
Dekan Rüdiger Kocholl übernahm die Begrüßung der Gäste gerne. Er erinnerte an die Arbeitsgruppe, die sich für die Sanierung der Stemmer-Kapelle vor einigen Jahren gefunden hatte. „Der Blick fällt jedes Mal darauf, wenn man von Schramberg kommend nach Lauterbach kommt“, lobte Kocholl. Die Sanierung sei gar von der „Stiftung Wegzeichen“ des Bischofs ausgezeichnet worden.
In der Gruppe habe sich eine sehr positive Stimmung gebildet. Auch nach der gelungenen Sanierung der Stemmer-Kapelle sei nicht Schluss gewesen – und so sei die Kirchenmauer saniert und die Gedenktafel gesäubert worden.
Bescheiden und gut geführt
Kocholl würdigte auch den Einsatz der Familie Heine, die sich mit ganzer Kraft für Lauterbach einsetze und ihre Wurzeln im Schwarzwald nicht vergesse, obwohl die Nachkommen in Stuttgart seien.
Michael Heine besucht Lauterbach zwei Mal pro Jahr, erzählte er. Dabei gehe es vor allem um den Finanzbedarf der Kindergärten. Zudem dokumentiere er dann den Einsatz der Mittel für den Stiftungsrat der Heine-Stiftung.
„Die Kindergärten sind bescheiden und gut geführt. Es gibt keine übertriebenen Wünsche, insbesondere wenn man das mit Kindergärten in großen Städten vergleicht“, urteilte Michael Heine über die Einrichtungen in Lauterbach und Sulzbach. Er komme immer wieder gerne nach Lauterbach.
Lob für die Arbeitsgruppe
Bürgermeister Jürgen Leichtle dankte Michael Heine und der Stiftung für deren Einsatz für Lauterbach. Zudem lobte er auch die Arbeitsgruppe, die sich um die Kirchenmauersanierung und die Arbeiten rund um die Gedenktafel eingesetzt hatte.
Hubert Nagel erinnerte an Johann Georg Heine, der 1771 in der gegenüberliegenden Sonne geboren wurde. Die Familie Heine wirtete lange Zeit in der Sonne, die zur Kirche gehörte. Damit verbunden gewesen sei auch das Amt des Mesners gewesen.
Nun wurde auf die sanierte Kirchenmauer und Gedenktafel angestoßen – bevor die Sitzung mit allen Beteiligten zur Verwendung der Gelder der Heine-Stiftung in der Galerie Wilhelm Kimmich startete.