Die Gedenkfeier zu Allerheiligen und Volkstrauertag begleitete der Musikverein Jungingen. Foto:  

Sowohl Allerheiligen als auch den Volkstrauertag beging die Gemeinde Jungingen mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof.

Anlässlich von Allerheiligen hat die Gemeinde Jungingen eine Gedenkfeier auf dem Friedhof gefeiert. Bereits zum zweiten Mal bekam auch das Anliegen des Volkstrauertags im Rahmen dieser Veranstaltung seinen eigenen Raum.

 

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Oliver Simmendinger, übernahm Christian Daigger das Wort, der den kirchlichen Teil der Veranstaltung vorbereitet hatte. Er führte die rund 50 Gäste mit Unterstützung von Lea Sattler durch die Gedenkfeier im katholischen und kirchlichen Sinne. Gemeinsam wurde an mehreren Stationen in Gebeten, Lesungen und Fürbitten an die Verstorbenen der Gemeinde Jungingen gedacht. In seiner Gedenkrede sprach der Bürgermeister anlässlich des Volkstrauertags aktuelle, wie vergangene Aspekte an. Dazu gehörte unter anderem die große Verantwortung der Regierungen der Länder in Europa in Bezug auf die Ausbildung und möglicherweise Entsendung von Soldaten und Kriegsmaschinerie. Doch auch die eigene Verantwortung und der Blick auf die Verteidigung der eigenen Familie, der Gemeinde, des eigenen Landes und Europa spielten darin eine Rolle.

Kranz vor der Gedenkwand

Nach dem Verlesen des Totengedenkens, legte er begleitet durch den Musikverein „Eintracht“ Jungingen, gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Frank Speidel einen Kranz vor der Kriegsopfer-Gedenkwand nieder.

Der „eigentliche“ Volkstrauertag am Sonntag, 16. November, fällt in Jungingen nicht aus. Die Trauerbeflaggung ist angeordnet, auf dem Friedhof hängt neben dem Gedenk-Kranz zusätzlich eine Tafel mit dem offiziellen Totengedenken. Außerdem steht eine Kiste mit kostenlosen Kerzen bereit.

Jeder ist eingeladen den Friedhof in seinen Sonntagsspaziergang einzuplanen, vor der Gedenkwand eine Kerze für die Opfer von Krieg und Gewalt zu entzünden und einige Minuten im Stillen zu gedenken und zu beten.