Jonathan Vetter kann mit den deutschen Bogenschützen am Sonntag Gold in Südkorea holen. Foto: Zizmann

Die deutschen Bogenschützen haben beim Weltcup in Südkorea das Finale erreicht. Mit dabei ist das Gechinger Eigengewächs Jonathan Vetter.

Die deutschen Bogenschützen stehen beim Weltcup im südkoreanischen Yecheon im Finale. Zu dem Trio gehört neben Florian Unruh und Moritz Wieser auch der überraschend nachnominierte Jonathan Vetter. Das Eigengewächs von den SF Gechingen trifft mit seinem Team am Sonntag ab 3.40 Uhr deutscher Zeit auf Weltmeister Südkorea. Das Finale wird im Internet auf www.ianseo.net gestreamt.

 

Konstant starke Leistungen

Deutschland war nur Sechster in der Qualifikation, stürmte dann aber relativ spielend nach Siegen gegen Spanien (6:2), Taiwan (6:0) und im Halbfinale gegen Kanada (6:2) ins Gold-Finale. Dabei überzeugten die DSB-Schützen mit konstant starken Leistungen. Der schwächster aller zehn Sätze waren 54 Ringe. Das Trio setzte damit die Vorgabe von Bundestrainer Oliver Haidn um, der vor dem Weltcup gefordert hatte: „Die Herren können und müssen zulegen.“

Vetters Team-Kollege Wieser sagt über den Final-Einzug: „Die Freude ist riesig. Wir hatte eine gewisse Durststrecke, aber um unsere Psychologin zu zitieren: Jede Serie reißt einmal. Daran haben wir geglaubt und zielorientiert weitergearbeitet. Das gibt uns Kraft für das, was kommt.“

Olympia im Blick

Anders als die deutschen Frauen haben sich die Männer noch nicht für die Olympischen Spiele in Paris qualifiziert. Die letzten drei Quotenplätze werden jedoch nicht beim Weltcup in Südkorea, sondern beim Last Qualifier am 15. und 16. Juni im türkischen Antalya vergeben.