Von der Terrasse aus blickt man auf den Teich. Foto: Roland Stöß

Ende Mai öffneten zehn Gechinger Gartenbesitzer ihre Anlagen für die Öffentlichkeit. Wie es nach dem Aktionstag weiterging, stellen wir in einer kleinen Serie dar. Ein Besuch führte uns in das Gebiet Bergwald zu Barbara Gawron und Manfred Schultze.

Zuerst ein kleiner Blick zurück auf den „Tag der offenen Gärten“: Während die anderen Gärten im Ortsgebiet Gechingens besucht werden konnten, musste man, um zu Gawrons Garten zu gelangen, eine kleine Tour zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Was für die Bergwalder Gartenbesitzer kein Nachteil war, denn „manch einer hat damals seine Gartentour bei uns begonnen“.

 

Barbara Gawron, die lieber ihr kleines Paradies in den Vordergrund stellen möchte, als sich selbst fotografieren zu lassen, führte durch die 16 Ar große Anlage, während sie erzählte, wie im Laufe vieler Jahre das Heutige entstehen konnte.

Genaue Vorstellungen wie sich alles entwickeln soll

1995 säumten nur ein paar große Bäume den „topfebenen Rasen“, wie sie sagt. Heute schmückt ein liebevoll bepflanztes Stein-Arrangement einen Teil des parkähnlichen Grüns. „Wir hatten unsere Vorstellungen, wie sich alles entwickeln sollte“.

Der Garten lädt zum Verweilen ein. Foto: Stöß

So erfreut sich das Paar an ihrem englischen Landhausgarten mit vielen Stauden, vor allem Blattschmuckpflanzen und mit saisonaler Wechselbepflanzung.

Ein Gartenhäuschen zum Verweilen

Im Verborgenen dient ein Gartenhäuschen zum entspannenden Verweilen alleine oder zu zweit. Von dort aus erlaubt eine Lücke in der sonst dichten Hecke den Blick auf Gechingen.

Gawron legt Wert darauf, dass „vieles von mir selbst aus Samen gezogen wird“. „Vieles habe ich von Freunden und Garten-Begeisterten geschenkt bekommen. Da wird sogar getauscht“. So kann sie sich über Kostbarkeiten wie die Samthortensie, Strauchpfingstrosen, Sternmagnolien oder Steppenkerzen begeistern.

Steine verzieren das parkähnliche Grün. Foto: Stöß

Mittlerweile säen sich viele Pflanzen selbst aus – was zu großer Wachsamkeit aufruft. „An passenden Plätzen dürfen sie bleiben, ansonsten werden sie umgepflanzt, verschenkt oder eben getauscht,“ verrät Barbara Gawron. Die, die bleiben dürfen, nannte Gawron oft „Ritzenblumen“, da sie oft an den unwahrscheinlichsten Stellen wachsen.

Vögel baden am kleinen Bachlauf

Ein gesunder Garten ist gleich eine Heimat für die Tierwelt. Gawron hofft, „dass sie bei mir eine ruhige Oase finden“. Damit meint sie sehr viele Vögel, die am kleinen Bachlauf baden und die installierten Nistkästen gerne annehmen.

Im Garten gibt es viele verschiedene Pflanzen. Foto: Stöß

Der kleine Teich ist mit einem Sumpfbeet unterteilt. Da sind auch Molche und Kröten zu Hause. Igel, Eichhörnchen, ab und zu ein Wiesel, sehr viele Schmetterlinge und viele Insektenarten bereichern das pittoreske Gartenbild.

Noch einmal ein Rückblick auf den Ausstellungstag: „Der Tag war schön und hat mich persönlich bereichert. Wir waren ein bisschen aufgeregt, was da auf uns zukommen mag. Doch alle Besucher haben sich sehr ordentlich und diszipliniert benommen. Es war wunderbar, wie sehr alle voller Interesse den Garten besichtigten und sich untereinander und mit mir austauschten.“